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Ausgabe 23 vom 20.02.2001
Diese Ausgabe geht heute an insgesamt 1.425 Empfänger

Wer in einem Testament nicht bedacht worden ist, findet Trost in dem Gedanken, daß der Verstorbene ihm vermutlich die Erbschaftsteuer ersparen wollte.
 [Peter Ustinov]

  1. Skripte/Klausuren/Folien
    • WP-Handbuch
    • EStG komplett als Download
    • Excel-Tool Steuerplanung 2001 – Rechtsformvergleich
    • Steuerplanungsprogramm Steuerbasic
    • mehrere Skripte und Folien
    • Steueroasenreport als E- Book
       
  2. Aktuelles
    1. Fit für die Steuererklärung? - mit Steuer-Quiz
    2. Wirtschaftsprüfer: Reform macht den Beruf attraktiver; schneller, effizienter und praxisorientierter studieren
    3. Steuerinfos der Industrie und Handelskammer (IHK)
    4. Zahl der reichen Deutschen steigt
    5. Forderung zur Abschaffung der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung
    6. Bundessteuerberaterkammer: Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter anheben - betriebswirtschaftliche Belange bei AfA gesetzlich festschreiben
    7. Weitere Meldungen bei Steuerlinks
  1. Skripte/Klausuren/Folien

Aus dem aktuellen WP-Handbuch 2000 Band 1 können Sie drei Kapitel als PDF downloaden:

 

Die aktuelle Fassung des Einkommensteuergesetz 2001 inkl. der EStDV (einschließlich aller Anlagen), Außensteuergesetz, Eigenheimzulagengesetz, Fördergebietsgesetz, Investitionszulagengesetz 1999, Solidaritätszuschlaggesetz 1995 und Umwandlungsteuergesetz als PDF, 1.685 KB, 538 Seiten:

 

Steuern-Transparent von N-TV und Ernst & Young

 

Broschüre zum Steuersenkungsgesetz vom NWB-Verlag, PDF, 28 Seiten.

 

Programm Steuerplanung 2001 - Rechtsformvergleich
Mit diesem kleinen 
Excel-Tools können Sie schnell berechnen, welche Rechtsform (PersG/GmbH) für Sie am besten geeignet ist.

Steuerplanungsprogramm Steuerbasic von Prof. Dr. E. Schult
Vergleich der Steuerauswirkungendes ESt-Tarif 2001/2 mit Halbeinkünfteverfahren, GewSt-Anrechnung, Definitiv-KSt und volle KiSt, auch bei Kappung.

Das Programm umfasst folgende Berechnungsmodule:

  • Ertragsteuern natürliche Personen
  • Ertragsteuern Kapitalgesellschaften
  • Ertragsteuern Kapitalgesellschaften und natürliche Personen
  • Bruttobedarfsrechnung für Kapitalgesellschaften/natürliche Personen
  • Finanzplan - Aufstellung eines Finanzplans für natürliche Personen
  • Gewinnoptimierung - optimale Steuerbilanzgewinnverteilung für natürliche Personen
     
  • Download Steuerplanungsprogramm Steuerbasic, ZIP-Datei
  • Homepage von Prof. Dr. E. Schult

 

Hinweise zur Benutzung:

  1. Bitte entpacken Sie die ZIP-Datei in ein eigenes Verzeichnis. Folgende Dateien sind dort nun vorhanden:
     
    •    GWBASIC.EXE – Das gute alte DOS-Basic-Programm
    •    Stbas00.bas – Basic-Programm für das Jahr 2000
    •    Stbas01.bas – Basic-Programm für das Jahr 2001/2002
       
  2. Starten Sie GWBASIC.EXE durch einen Doppelklick.
     
  3. Geben Sie nun im Programmfenster ein:
     
    • LOAD“Stbas00.bas“ bzw. LOAD“Stbas01.bas“

      und drücken Sie die RETURN-Taste
       
  4. Geben Sie RUN ein und drücken Sie die RETURN-Taste
     
  5. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm

 

Folien zur Unternehmensbesteuerung

 

Folien zur Handels- und steuerrechtliche Rechnungslegung
PDF, 53 Seiten, 8.471 KB

Folien zur neuen Rechnungslegungspflichten für Kapitalgesellschaften & Co.,
PDF, 50 Seiten, 2.876 KB

 

Ausgewählte Fragestellungen der Rechnungslegung nach US-amerikanischen Grundsätzen
Teil 1-8, PowerPoint-Dateien, insgesamt 110 Folien

 

Sonderprüfungen und Treuhandwesen
Teil 1-11, PDF, insgesamt 181 Folien

 

Folien und Übungsaufgaben zur Buchführung

 

Prüfung von Jahresabschlusspositionen

 

Technik des betrieblichen Rechnungswesens

 

Steueroasenreport als E-Book
Der Steueroasenreport bietet dem interessierten User ein schnelles Nachschlagewerk für die meisten "Steueroasen" der Welt.

  1. Aktuelles
  1. Fit für die Steuererklärung? - mit Steuer-Quiz

Fit für die Steuererklärung? Machen Sie mit beim Steuer-Quiz. Sie testen Ihr Wissen für die Steuererklärung, erhalten Steuertipps und gewinnen vielleicht das Top-Steuerprogramm WISO-Sparbuch für Ihre Steuererklärung.

Die Startseite zum Quiz enthält schon einige Hinweise für den Fitness-Test mit dem Finanzamt und Ihrer Steuererklärung.

Für die Dauer des Steuer-Quiz (bis 3.3.2001) erhalten Sie zusätzlich den kostenfreien Zugriff auf Gerichtsurteile im Volltext. 

Gehen Sie hierzu auf die Startseite des Quiz oben rechts.
Unter EXTRA ein Klick auf Button "registrierter Benutzer"
und nach Öffnen der neuen Seite noch einmal auf
Button "registrierter Benutzer" , dann

Login: finanztip   Paßwort: finanztip

 

 

  1. Wirtschaftsprüfer: Reform macht den Beruf attraktiver schneller, effizienter und praxisorientierter studieren

Eine tiefgreifende Ausbildungsreform für den Beruf des Wirtschaftsprüfers soll das Berufsbild künftig attraktiver machen und bereits in der Ausbildungsphase den Anforderungen in einem globalisierten und technologisch geprägten Wirtschaftsumfeld stärker als bisher Rechnung tragen. Dies erklärte Prof. Dr. Georg Kämpfer, Mitglied des Vorstandes der PwC Deutsche Revision, in Berlin zu den derzeit in den Berufsorganisationen Institut der Wirtschaftsprüfer (IdW) und Wirtschaftsprüferkammer (WPK) diskutierten Reformüberlegungen. Mit diesen Reformanstrengungen, die unter anderem eine schnellere Qualifizierung zum Wirtschaftsprüfer-Examen vorsehen, soll, so Kämpfer, die Qualität der Ausbildung gesteigert werden, ihre Effizienz erhöht werden und eine sich abzeichnende Bedarfslücke, welche sich aus dem steigenden Bedarf an gesicherter Kapitalmarktinformation im Zeitalter globaler Datenströme und hoher Technologisierung ergibt, geschlossen werden.

Im Kern der Reformanstrengungen stehen vier Punkte: Ein eigener Studiengang an ausgewählten Universitäten soll als zusätzlicher Ausbildungsweg schneller auf die Berufsanforderungen hinführen, während heute großteils nach einem allgemeinen Studium der Volkswirtschaft oder Betriebswirtschaft die eigentliche Berufsqualifizierung erst innerhalb der beruflichen Tätigkeit erfolgt. Bereits in das Studium integriert sind berufsbegleitende Ausbildungslehrgänge in Wirtschaftsprüfer-Praxen. Nach diesem Studium ist  eine Frist von zwei Jahren (bisher vier Jahre) für die praktische Ausbildung vorgesehen, nach der das Wirtschaftsprüfer-Examen abgelegt werden darf.

Für die formelle Zulassung zum Wirtschaftsprüfer ist ein weiteres praktisches Jahr zu absolvieren. Das gesonderte Steuerberaterexamen, welches wie von der Mehrzahl der Kandidaten derzeit gehandhabt separat abgelegt wird, kann entfallen. Damit wird der Ausbildungsweg an internationale Standards angepasst. Vorgeschlagen wird zudem, das Examen bundesweit zu vereinheitlichen und seine Inhalte an die modernen Anforderungen des Berufs anzupassen.

Die jetzt vorliegenden Reformüberlegungen der Berufsorganisationen werden mit den zuständigen Gremien (Bund-Länder-Kommission, Betriebswirtschaftliche Hochschullehrer, u.a.) diskutiert. Sie sollen im Rahmen einer Novellierung der Wirtschaftsprüferordnung verabschiedet und schnellstmöglich umgesetzt werden. PwC Deutsche Revision ist an den Reformüberlegungen intensiv beteiligt und unterstützt diese nachdrücklich.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Prof. Georg Kämpfer zum neuen Ausbildungskonzept.

[PwC Deutsche Revision, 08.02.2001]

 

 

  1. Steuerinfos der Industrie und Handelskammer (IHK)

Aktuelle Informationen über alle Steuerfragen erhalten Sie in der monatlich erscheinenden IHK-Steuerinfo.

Die Ausgabe 02/2000 behandelt folgende Themen:

  • Reisekosten 2001? So rechnen Sie rechtssicher ab!
  • Finanzausgleich: Stand der Verhandlungen
  • Die geplante steuerliche Förderung der privaten Zusatzvorsorge
  • Finanzverwaltung bereitet BMF-Schreiben zur Geltendmachung des Vorsteuerabzugs aus Übernachtungsrechnungen vor
  • BFH verlangt Angabe des Nettopreises (Entgelts) in der Rechnung
  • Vergütungen und Nebenleistungen bei Auslandsbeschäftigungen
  • Globales Projektmanagement beim Einsatz des Personals unumgänglich

 

Download der IHK-Steuerinfo 02/2001 als Word-Datei

Den Inhalt sowie den Link zum Download finden Sie in Zukunft sofort nach Erscheinen auch im Steuerlinks-Forum.

 

 

  1. Zahl der reichen Deutschen steigt

Heimat der Millionäre liegt in Hamburg, Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Immer mehr Deutsche sind im Club der Millionäre. So ist die Zahl der Reichen und Superreichen in den Jahren 1996 bis 1999 um jährlich 5,3 Prozent auf insgesamt 365.000 gestiegen. Das Gesamtvermögen dieser gut betuchten Privatanleger beläuft sich auf 2.000 Milliarden Euro und stieg im gleichen Zeitraum jährlich um zehn Prozent. Für den wachsenden Reichtum gibt es viele Gründe: Einer ist der Börsenboom, der auch künftig das Geldvermögen der Superreichen kräftig anwachsen lassen wird. Doch nicht nur gutsituierte Anleger werden immer reicher, auch die breite Bevölkerung hat vom Geldsegen profitiert. Dafür, dass die bereits sehr vermögenden Deutschen noch reicher werden, sorgen vor allem der Verkauf von Familienunternehmen, die steigende Anzahl von Börsengängen und der Start-up-Boom. Dieses ergab die von Merrill Lynch und der Unternehmensberatung Cap Gemini Ernst & Young vorgelegte Studie "German Wealth Report 2000".

"Wir erwarten, dass sich das überdurchschnittliche Wachstum des Geldvermögens in den Händen von vermögenden und sehr vermögenden Privatanlegern in Deutschland weiter fortsetzen wird", prognostiziert Fabian Frohn, Strategieberater und Leiter der Studie bei Cap Gemini Ernst & Young in Bad Homburg. In Deutschland leben rund 365.000 Personen mit mehr als einer Million Euro Geldvermögen und 3.700 mit einem Geldvermögen von mehr als 30 Millionen Euro. Die Gruppe der Reichen nahm im Zeitraum von 1996 bis 1999 um 5,3 Prozent jährlich, entsprechend insgesamt um 52.000 Personen, zu. 612 Milliarden Euro befinden sich allein im Besitz der 3.700 Superreichen.

Hoher Anteil vermögender Privatpersonen im internationalen Vergleich Insgesamt 25,7 Prozent des gesamtdeutschen Vermögens werden von 0,5 Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung gehalten. Dabei sind 92 Prozent des deutschen Vermögens in den alten Bundesländern und in Berlin konzentriert. 90,5 Prozent aller reichen und superreichen Deutschen leben in den alten Bundesländern, nur 9,5 Prozent in den neuen Bundesländern. In den Hansestädten Hamburg und Bremen sowie in Hessen besteht im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung die größte Millionärsdichte. Absolut betrachtet leben die meisten Reichen in Nordrhein-Westfalen mit seiner historisch gewachsenen großen Zahl von Familienunternehmen, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg.

Im europäischen Vergleich erreicht Deutschland sowohl bei den Euro-Millionären als auch bei den noch vermögenderen Personen mit einem Anteil von rund 30 Prozent am gesamten europäischen Vermögen eine dominierende Stellung. Die vergleichsweise hohe Vermögenskonzentration in den Händen Deutscher ist die Folge des seit den fünfziger Jahren anhaltenden Wirtschaftsaufschwungs. Als besonders erfreulich erscheint es, dass es nicht zu einer weiteren Konzentration des Geldvermögens gekommen ist, sondern vielmehr zu einer breiter gestreuten Vermögensverteilung. Diese Entwicklung steht im Gegensatz zu der Entwicklung in anderen Ländern wie beispielsweise Großbritannien.

Deutschland zwischen Erbengeneration und Börse Für den Reichtumszuwachs gibt es mehrere Gründe: Die insgesamt positive Börsenentwicklung, die Umschichtung von Vermögenswerten von den klassischen Anlagen wie Sparbuch, Immobilien und festverzinslichen Papieren in höher rentierliche Investments wie Aktien und eigenkapitalähnliche Anlageformen, die neu geschaffenen Geldvermögen in Folge des Verkaufs von Familienunternehmen sowie erfolgreichen Börsengängen sowie die zunehmende Ausgabe von Aktien und Optionen an leitende Angestellte.

Trend geht zu Aktien statt Sparbuch.  Einer der wichtigsten Gründe für das Wachstum des Geldvermögens war die positive Börsenentwicklung der letzten Jahre. Mit Ausnahme des vergangenen Jahres hat die deutsche Börsenkapitalisierung im Vergleich zum Bruttosozialprodukt stark zugenommen. Diese positive Entwicklung hat zu einer breiteren Akzeptanz von Eigenkapitalanlagen geführt und den Kreis der vermögenden Deutschen deutlich erweitert. Auch von den erfolgreichen Börsengängen gingen deutliche Wachs-tumsimpulse aus. Auch die werbeträchtigen Börsengänge von Telekom und Post haben bei Vielen zum Umdenken geführt. Anleger investieren vermehrt in innovativere und rentablere Anlageformen wie beispielsweise Aktien und Fonds statt in Sparbücher, Immobilien und festverzinsliche Investments.

Börsengänge und Unternehmensverkäufe vermehren den Reichtum Zu den wichtigsten künftigen Wachstumsfaktoren für das Geldvermögen in Deutschland gehören der Verkauf von Familienunternehmen sowie Börsengänge. Rund 320.000 Unternehmen, entsprechend 20 Prozent der insgesamt 1,6 Millionen Familienunternehmen in Deutschland, suchen oder suchten im Zeitraum von 1999 bis 2004 einen Nachfolger. Für schätzungsweise knapp 25 Prozent von ihnen - entsprechend 84.000 Firmen - wird die Nachfolgeregelung durch Unternehmensverkauf erfolgen, was das Geldvermögen der bisherigen Eigentümer und auch die Zahl der Reichen weiter ansteigen lässt. Andererseits stellen trotz der jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten Börseneinführungen von Technologie- und Start-up-Unternehmen am Neuen Markt ein weiteres wichtiges Wachstum förderndes Element dar.

Auch durch die Vererbung von beachtlichen, im Zuge jahrzehntelanger Vermögensbildung entstandener Vermögen, die zunehmende Ausgabe von Aktien und Optionen an leitende Mitarbeiter sowie den 2002 in Kraft tretenden Teil der Steuerreform, der Unternehmensverkäufen steuerlich begünstigt, wird die Zahl der Mitglieder im "Club der Millionäre" weiter steigen.

Seit über 15 Jahren beobachten Merrill Lynch und Cap Gemini Ernst & Young das Segment der Reichen und Superreichen. Die seit 1997 bestehenden Studien ergänzen Merrill Lynch und Cap Gemini Ernst & Young jetzt mit dem erstmals veröffentlichten "German Wealth Report 2000", der das Vermögen von Privatkunden in Deutschland quantifiziert und segmentiert sowie die Anforderungen dieser Kundengruppe an das Private Banking aufzeigt.

*) Reiche: High Net Worth Individuals (HNWI) sind vermögende Privatanleger und verfügen über ein Geldvermögen von mindestens einer Million Euro

**) Superreiche: Ultra High Net Worth Individuals (UHNWI) sind sehr vermögende Privatanleger) und verfügen über ein Geldvermögen von mindestens 30 Million Euro

 

 

  1. Forderung zur Abschaffung der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung

Nach Presseberichten möchte die F.D.P. das Umsatzsteuergesetz dahingehend ändern, dass Umsatzsteuervoranmeldungen künftig nicht mehr monatlich, sondern generell vierteljährlich abgegeben werden sollen. Die F.D.P. sieht darin eine wesentliche Entlastung der Unternehmer und der Finanzämter.

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft erklärt hierzu, dass die Finanzämter entlastet werden, wenn Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen anstatt monatlich generell vierteljährlich abgegeben werden. Es ist auch richtig, dass dadurch Millionen von Formularen eingespart werden. Allerdings müsse auch gesehen werden, dass bei Verwirklichung dieses Vorschlags die öffentlichen Haushalte erheblich belastet werden. Der Bundesrechnungshof hat in seinen Bemerkungen 2000 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung des Bundes vermerkt:

„Anmeldesteuern werden mit Zustimmung der Finanzverwaltung sehr spät erklärt und im Lastschrifteinzugsverfahren nur mit Verzögerungen erhoben. Der Bundesrechnungshof hält rechtliche und organisatorische Anpassungen für erforderlich, um Zinsnachteile für den Bund und die Länder zu vermeiden.“

Der Bundesrechnungshof führt im weiteren aus, dass durch die Praxis der Dauerfristverlängerung und der Abgabeschonfristen dem Fiskus ein Zinsnachteil von deutlich über hundert Millionen DM pro Jahr entsteht.

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft weist zudem darauf hin, dass die Umsatzsteuerbeträge von den Kunden jeweils bereits bezahlt sind und bei einer späteren Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung und der entsprechenden Abführung der Zahlbeträge bei den Unternehmen ein ungerechtfertigter Zinsvorteil entsteht.

Ebenso verhält sich dies bei den Lohnsteueranmeldungen. Auch hier werden die Lohnsteuern den Arbeitnehmern abgezogen. Wenn die einbehaltenen Beträge mit zeitlicher Verzögerung an die Finanzämter weitergegeben werden, entsteht auch hier bei den Unternehmen ein Zinsvorteil, der jeweils zugleich einen Zinsnachteil für die öffentlichen Hände bedeutet.

Insoweit muss der Gesetzgeber auch unter dem Gesichtspunkt der Steuergerechtigkeit abwägen, ob er Verwaltungsvereinfachungen durch mehr als hundert Millionen Zinsnachteil „einkaufen“ will.

[Deutschen Steuer-Gewerkschaft, 13.02.2001]

 

 

  1. Bundessteuerberaterkammer: Wertgrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter anheben - betriebswirtschaftliche Belange bei AfA gesetzlich festschreiben

Ein Büroschreibtisch, der im Jahre 1965 z.B. 300 DM kostete und damit sofort abgeschrieben werden konnte, hätte nach der zwischenzeitlichen Inflation heute einen Preis von rund 900 DM. Er müsste über die Jahre der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer - die nach den neuen AfA-Tabellen 13 Jahre betragen soll - abgeschrieben werden. Die Bundessteuerberaterkammer fordert deshalb die längst überfällige Anhebung der Wertgrenze des § 6 Abs. 2 EStG für geringwertige Wirtschaftsgüter. Jede spürbare Anhebung dieser seit 1965 unveränderten Wertgrenze würde dazu führen, dass die Anschaffungskosten für eine Vielzahl von geringwertigen Wirtschaftsgütern nicht mehr über mehrere Jahre fortgeführt und abgeschrieben werden müssten. Dies wäre ein echter Beitrag zur immer wieder versprochenen Vereinfachung im Steuerrecht.

Außerdem erwartet die Bundessteuerberaterkammer, dass in erster Linie die betriebswirtschaftlichen Belange - vor den technischen - bei der Festlegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abnutzbarer Wirtschaftsgüter berücksichtigt werden. Zur Verbesserung der Abschreibungsbedingungen sollte dies gesetzlich festgeschrieben werden. Denn auf den Betrieb abgestimmte Abschreibungssätze sind gerade für mittelständische Unternehmen ein wichtiges Instrument der Selbstfinanzierung. Die technische Nutzbarkeit sagt dagegen in vielen Fällen nichts über die tatsächlich wirtschaftlich sinnvolle Nutzungsdauer aus - insbesondere angesichts der ständigen Verkürzung von Produktlebenszyklen und der Schnelllebigkeit gerade im technischen Bereich.

[Bundessteuerberaterkammer, 16.02.2001]

 

 

  1. Weitere Meldungen bei Steuerlinks


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