Alle Ausgaben des Steuerlinks-Newsletter:
138 · 137 · 136 · 135 · 134 · 133 · 132 · 131 · 130 · 129 · 128 · 127 · 126 · 125 · 124 · 123 · 122 · 121 · 120 · 119 · 118 · 117 · 116 · 115 · 114 · 113 · 112 · 111 · 110 · 109 · 108 · 107 · 106 · 105 · 104 · 103 · 102 · 101 · 100 · 99 · 98 · 97 · 96 · 95 · 94 · 93 · 92 · 91 · 90 · 89 · 88 · 87 · 86 · 85 · 84 · 83 · 82 · 81 · 80 · 79 · 78 · 77 · 76 · 75 · 74 · 73 · 72 · 71 · 70 · 69 · 68 · 67 · 66 · 65 · 64 · 63 · 62 · 61 · 60 · 59 · 58 · 57 · 56 · 55 · 54 · 53 · 52 · 51 · 50 · 49 · 48 · 47 · 46 · 45 · 44 · 43 · 42 · 41 · 40 · 39 · 38 · 37 · 36 · 35 · 34 · 33 · 32 · 31 · 30 · 29 · 28 · 27 · 26 · 25 · 24 · 23 · 22 · 21 · 20 · 19 · 18 · 17 · 16 · 15

Steuerlinks-Newsletter
Ausgabe 38 vom 20.10.2001
ISSN 1617-7800 (Online-Ausgabe)
Die eMail-Ausgabe ging an 2.432 Empfänger

Wussten Sie schon:
Die Nase ist das einzige, aus dem man noch
was herausholen kann, ohne dass das Finanzamt
gleich die Hand aufhält

Inhaltsverzeichnis

  1. Skripte/Klausuren/Folien/Sonstiges
    1. Skripte AO/ESt/Recht
    2. IHK-Steuerinfo 10/2001
    3. Seminararbeiten
    4. Bauabzugsbesteuerung
    5. So viel Steuerersparnis ist drin
    6. Sportler/Genussscheine/Zugriff/Bauabzug
    7. Ratgeber "Auto und Steuern" Geschäftsführer/EURO/Spanien/Progression
       
  2. Rechtsprechung/Verwaltungshinweise
    1. Neues vom Bundesministerium der Finanzen (BMF)
    2. Neues vom Bundesfinanzhof (BFH)
       
  3. Neue Fachliteratur
    1. Sicherung und Durchsetzung von Honoraransprüchen in der Steuerberatungspraxis
    2. NWB Steuerrecht aktuell 2/2001
       
  4. Aktuelles
    1. Das Schwarzbuch der öffentlichen Verschwendung 2001
    2. Verfall der Gewerbesteuer spitzt sich deutlich zu
    3. Erhöhung der Tabaksteuer wird verschoben
    4. Keine Angst vor dem steuerlichen Abzugsverfahren
       
  5. Impressum

A. Skripte/Klausuren/Folien/Sonstiges

1. Skripte AO/ESt/Recht

Skripte AO/ESt/Recht sehr umfangreich (Shareware DM 10,00) bei FelixMueller.net

2. IHK-Steuerinfo 10/2001

Die Ausgabe 10/2001 der IHK-Steuerinfo behandelt folgende Themen:

  • Bauabzugsbesteuerung: Fiskus klärt erste Einzelfragen 
  • Doppelte Haushaltsführung: Wie ist die Zweijahresfrist zu berechnen?
  • Sachbezugsverordnung 2002 vom Kabinett beschlossen
  • Maßnahmen zur Bekämpfung des Umsatzsteuerbetrugs schaden steuerehrlichen Unternehmen
  • Seit 1. Juli 2001: Vergütung polnischer Umsatzsteuer an deutsche Unternehmen möglich
  • Datenzugriff und Prüfbarkeit digitaler Unterlagen: Was ist alles prüfbar?

[ Online-Version ] [ Word-Datei ] [PDF-Datei ] [ Ältere Ausgaben ]

3. Seminararbeiten

4. Bauabzugsbesteuerung

Der Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hat das Merkblatt überarbeitet, mit dem er über die neuen Pflichten und Risiken informiert, die den Auftraggebern von Bauleistungen ab 2002 aus dem neuen Gesetz zur Bauabzugsbesteuerung erwachsen.

Einzelheiten zu der ab dem 1. Januar 2002 geltenden Regelung finden Sie auf der DIHK-Website zum Download:

  • Merkblatt 10 Seiten (Word-Format, 169 KB),
  • Liste der für ausländische Bauunternehmer zuständigen Finanzämter sowie Auszüge aus der Baubetriebe-Verordnung in der Anlage 1 (PDF, 280 KB)
  • Fragebogen zur Freistellung vom Steuerabzug bei Bauleistungen in der Anlage 2 (PDF, 10 KB).
  • Übersichtseite beim DIHK

5. So viel Steuerersparnis ist drin

Noch sind mehr als zwei Monate Zeit, die Steuerlast durch Abzüge zu mindern. Doch wie viel Steuerersparnis ist überhaupt drin?
Wer 10.000 statt 1.000 Mark absetzen kann, spart nicht etwa zehn Mal so viele Steuern. Denn prozentual sinkt die Steuerersparnis mit steigenden Abzuegen. Die STIFTUNG WARENTEST bietet ein
Excelprogramm mit dem Sie Ihre Steuerersparnis ausrechnen können.

6. Sportler/Genussscheine/Zugriff/Bauabzug

6. Ratgeber "Auto und Steuern"

Wer tankt, zahlt mit dem Benzinpreis gleichzeitig Steuern an den Fiskus: Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer, die so genannte Öko-Steuer. Und - hätten Sie's gewusst? - ab dem 1. November 2001 müssen die Autofahrer wieder tiefer in die Tasche greifen, denn ab diesem Zeitpunkt wird auch noch der Schwefelgehalt des Kraftstoffs besteuert. Der neu aufgelegte Ratgeber "Auto und Steuern" des Bundes der Steuerzahler beantwortet viele Fragen, vor denen Arbeitnehmer und Selbstständige stehen, wenn es um die steuerliche Behandlung ihrer Fahrzeuge geht.

Viele Kosten können steuerlich berücksichtigt werden. Arbeitnehmer z.B. können die Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bei der Steuererklärung geltend machen. Zudem erläutert die Broschüre, wie ein Arbeitnehmer steuerlich mit Unfallkosten umgehen und wie er sich dienstliche Fahrten mit seinem Privatwagen erstatten lassen kann. Umgekehrt wird beschrieben, wie im Steuerrecht die private Nutzung eines Dienstwagens geregelt ist. Unternehmer können die Kosten ihrer Firmenfahrzeuge steuerlich geltend machen. Der Ratgeber klärt, wann ein Wagen zum so genannten notwendigen Betriebsvermögen zählt und wann der Unternehmer wählen kann, ob er den Pkw zum Betriebsvermögen macht oder nicht. Auch die Umsatzsteuer, die für Unternehmer vor allem beim Tanken, beim Kauf und Verkauf eines Fahrzeuges und bei der Privatnutzung von Firmenwagen eine Rolle spielt, wird thematisiert. Sämtliche Kosten und Berechnungen werden in D-Mark und Euro angegeben.

Im Zusammenhang mit der steuerlichen Behandlung von Pkw-Kosten gibt es mittlerweile eine umfangreiche Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. In der Broschüre werden zahlreiche Urteile zu Themen wie Werbungskosten, Betriebsausgaben, Fahrtenbuch, Nutzungsdauer von Pkw oder Kilometerpauschale behandelt.

Der Ratgeber "Auto und Steuern" kann kostenlos bestellt werden: Bund der Steuerzahler, Schillerstraße 14, 40237 Düsseldorf. Bitte legen Sie einen Aufkleber mit Ihrer Adresse und 1,50 Mark in Briefmarken bei. Oder bestellen Sie Online unter Steuerzahler-NRW.de

B. Rechtsprechung/Verwaltungshinweise

1. Neues vom Bundesministeirum der Finanzen (BMF)

Mineralöl- und Strombesteuerung

Im Rahmen der ökologischen Steuerreform sind nicht nur Mineralölsteuersätze geändert und die Stromsteuer neu eingeführt worden. Es sind ebenfalls verschiedene Steuerbegünstigungen geändert und neu aufgenommen worden. Die nachfolgende Übersicht gibt die Änderungen vollständig wieder.:
[
Deutsche-Version ] [ Englische Version ]

Monatsbericht des BMF / September 2001

Teil 1 Monatsbericht September 2001 Editorial, Übersichten und Termine (Pdf 529 KB)
Teil 2 Monatsbericht September 2001 Berichte und Analysen (Pdf 541 KB)
Teil 3 Monatsbericht September 2001 Statistiken und Dokumentationen I (Pdf 2092 KB)
Teil 4 Monatsbericht September 01 Statistiken und Dokumentationen II (Stat. Anhang) (Pdf 2741 KB)

Gesamt Monatsbericht des BMF / September 2001 (Pdf 6213 KB)
 

2. Neues vom Bundesfinanzhof (BFH)

Am 9. Oktober 2001 wurde Joachim Moritz zum Richter am Bundesfinanzhof ernannt. Die Ernennungsurkunde wurde ihm in Berlin von der Bundesministerin der Justiz Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin überreicht.

    Joachim Moritz, geboren am 21. November 1949 in Hannover, begann seine berufliche Laufbahn nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Referendarzeit sowie dem zweiten juristischen Staatsexamen im Jahr 1976 als Richter in der Zivilgerichtsbarkeit, in der er - unterbrochen durch eine einjährige Traineeausbildung im Bankengewerbe - bis Ende September 1984 tätig war. Anschließend wechselte er in die Finanzgerichtsbarkeit und gehörte bis zu seiner Ernennung zum Richter am Bundesfinanzhof dem Niedersächsischen Finanzgericht in Hannover an. Neben seiner richterlichen Arbeit ist er seit 1997 Lehrbeauftragter der Universität Hannover für Einkommensteuerrecht.

Das Präsidium des Bundesfinanzhofs hat Herrn Moritz dem VIII. Senat zugeteilt, der überwiegend mit Streitfällen betreffend die Besteuerung gewerblich tätiger Personengesellschaften sowie die Einkünfte aus Kapitalvermögen befasst ist.

Neue Urteile

(1) § 7h EStG berechtigt bei einer Personengesellschaft, die von der Vorschrift erfasste Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt hat, nur den Gesellschafter, nicht die Gesellschaft, die erhöhten Absetzungen in Anspruch zu nehmen.

(2) Scheidet ein Gesellschafter nach der Sanierung aus der Gesellschaft aus und übernehmen die übrigen Gesellschafter dessen Anteil (Anwachsung), so sind jedem der verbliebenen Gesellschafter nur in Höhe seiner ursprünglichen Beteiligung begünstigte Herstellungskosten zuzurechnen.
Urteil vom 17. Juli 2001 IX R 50/98

Bei der Begründung einer Betriebsaufspaltung kann der im bisherigen Unternehmen entstandene Geschäftswert auf die neu gegründete Betriebsgesellschaft übergehen. Soweit dies der Fall ist, liegt keine verdeckte Gewinnausschüttung darin, dass die Betriebs-GmbH dem bisherigen Einzelunternehmer ein angemessenes Entgelt für den übergegangenen Geschäftswert zahlt.
Urteil vom 27. März 2001 I R 42/00

Der Handel mit GmbH-Geschäftsanteilen --hier: die Gründung von 11 GmbHs oder der Erwerb von GmbH-Geschäftsanteilen, die Ausstattung der Gesellschaften mit Güterfernverkehrsgenehmigungen und die anschließende Veräußerung dieser Beteiligungen-- unterliegt der Gewerbesteuer.
Urteil vom 25. Juli 2001 X R 55/97

Es begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken, dass wegen der in § 32a Abs. 1 Satz 2 EStG angeordneten vorrangigen Anwendung des
Progressionsvorbehalts des § 32b EStG auch ein zu versteuerndes Einkommen unterhalb des Grundfreibetrags der Einkommensteuer unterliegt.
Urteil vom 9. August 2001 III R 50/00

C. Neue Fachliteratur

1. Sicherung und Durchsetzung von Honoraransprüchen in der Steuerberatungspraxis

Die Steuerberatergebührenverordnung stellt eine vergleichsweise junge Rechtsverordnung dar, deren Anwendung in der Praxis offenbar immer wieder Schwierigkeiten bereitet.

Welcher Berater kennt das nicht:

    Die Leistung ist erbracht, doch dann gibt es Streit über die Honorarhöhe und der Mandant zahlt nicht.

Gebührenstreitigkeiten und -ausfälle sind ein zunehmendes Problem in der Praxis. Das Studium der zahlreich hierzu ergangenen Gerichtentscheidungen führt zu der Erkenntnis, dass die meisten Honorarprozesse durch formelle Fehler bei der Rechnungserstellung verloren gingen. In vielen Fällen waren die Honorare auch verjährt.

    Für die erfolgreiche Durchsetzung der Honoraransprüche kommt es    demnach entscheidend darauf an, diese rechtzeitig und formell einwandfrei geltend zu machen.

Im Vorfeld der Liquidation kommen auch Sicherungsmechanismen wie etwa der Vorschuss, aber auch Druckmittel wie das Zurückbehaltungsrecht in Betracht. Zur Erleichterung der Beweislage bieten sich darüber hinaus Steuerberatungsverträge und Honorarvereinbarungen an.

Das Buch von Gilgan zeigt, wie Honoraransprüche gesichert und durchgesetzt werden können. Dieser ausführliche Ratgeber behandelt die Problematik praxisorientiert. Er ist deshalb für jeden Steuerberater unentbehrlich.

Hans-Günther Gilgan, Broschur. 148 Seiten. DM 58,00 / ab 1.1.2002  29,00 EUR, NWB-Verlag, ISBN 3 482 53561 2

Bestellen Sie bitte bei Ihrer Buchhandlung oder unter Amazon.de

 

2. NWB Steuerrecht aktuell 2/2001

Als Steuerpraktiker müssen Sie über alle Entwicklungen im Steuerrecht rechtzeitig informiert sein.

Die Bücher aus der bewährten Reihe „NWB Steuerrecht aktuell“ sind seit Jahren ein Garant für den schnellen Überblick über die Vielzahl der Änderungen und Neuerungen.

Zwei bis drei Ausgaben im Jahr enthalten unter dem Motto „Hintergründe, Praxishinweise, Gestaltungen“ brandaktuelle Inhalte, die für jeden Praktiker unentbehrlich sind.

Die Bände der Reihe stellen die Entwicklung des Steuerrechts in Gesetzgebung, Verwaltung und Rechtsprechung dar, kommentieren sie, erhellen Hintergründe und geben bereits in einem frühen Stadium Hinweise und zeigen Gestaltungsmöglichkeiten auf. Schwerpunktthemen vertiefen und runden die Darstellung ab. Ausgewählte Verwaltungsanweisungen sowie die wichtigsten Gesetzesänderungen und Gesetzesvorhaben mit den entsprechenden Materialien sind im Wortlaut abgedruckt.

Schwerpunktthemen der Ausgabe 2/2001 sind die sog. „Riester-Rente“, Praxisfragen zur Übertragung von Mitunternehmeranteilen, Fragen und Antworten zur Euro-Einführung und weitere Gesetzesänderungen, wie u. a. das Gesetz zur Eindämmung illegaler Betätigung im Baugewerbe und das Zweite Gesetz zur Familienförderung, sowie die EStR 2001 und die LStR 2002. Außerdem wird über Gesetzesvorhaben berichtet, wie z.B. das Steueränderungsgesetz 2001 und das Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz.

Neben diesen Schwerpunktthemen enthält die Ausgabe 2/2001 weitere interessante aktuelle Themen – wie alle 19 Ausgaben seit 1994.

Aus dem Inhalt der Ausgabe 2/2001:

  • „Riester-Rente“
  • Praxisfragen zur Übertragung von Mitunternehmeranteilen
  • Fragen und Antworten zur Euro-Einführung
  • Gesetz zur Eindämmung illegaler Betätigung im Baugewerbe
  • Zweites Gesetz zur Familienförderung
  • EStR 2001
  • LStR 2002
  • Praxisrelevante EuGH-, BVerfG-, BFH- und FG-Entscheidungen
  • Aktuelle Verfügungen und Erlasse
  • Gesetzesvorhaben u. a.:
    • Steueränderungsgesetz 2001
    • Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz
  • Tipps zum Jahreswechsel

Wolfgang Graf / Arnold Obermeier, Broschur. 2001. 362 Seiten. DM 64,00 / ab 1.1.2002 32,00 EUR, NWB-Verlag, ISBN 3 482 53402 0

Bestellen Sie bitte bei Ihrer Buchhandlung oder unter Amazon.de

D. Aktuelles

1. Das Schwarzbuch der öffentlichen Verschwendung 2001

Fehleinschätzungen, Prestigeobjekte, Missachtung der Empfehlungen von Prüfbehörden und Gutachtern - die Ursachen für die Verschwendung von Steuergeldern sind vielfältig. Über hundert Beispiele schildert das Schwarzbuch "Die öffentliche Verschwendung 2001", das der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Dr. Karl Heinz Däke, am 25.09.2001 in Berlin vorgestellt hat

2. Verfall der Gewerbesteuer spitzt sich deutlich zu

Die spektakulären Einbrüche bei der Gewerbesteuer, die im ersten Halbjahr dieses Jahres zu verzeichnen waren, haben sich im dritten Quartal stark beschleunigt.

Das ist das Ergebnis der jüngsten Gewerbesteuerumfrage des Deutschen Städtetages. Durch einen beispiellosen Absturz um über 28 Prozent im dritten Quartal liegt das Gewerbesteuer-Aufkommen der westdeutschen Städte nun um mehr als 16 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Das deckt sich mit dem Umfrageergebnis für die ostdeutschen Städte, deren Einnahmen aus der Gewerbesteuer in den ersten drei Quartalen ebenfalls um 16 Prozent weggebrochen sind.

Die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin und Finanzdezernentin des Deutschen Städtetages, Monika Kuban, erhob deshalb drei Forderungen:

    Der von 2001 bis 2004 von bisher rund 20 auf fast 30 Prozent   steigende Anteil von Bund und Ländern an der Gewerbesteuer (die so genannte Gewerbesteuerumlage) muss unverzüglich mit    Wirkung für 2001 und die Folgejahre gesenkt werden.

    Die ab 2002 einsetzende Gewerbesteuerfreiheit von Dividenden aus Unternehmensbeteiligungen darf nicht in Kraft treten. Die Gewerbesteuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen ist - wie vom Bundesrat gefordert - rückgängig zu machen.

    Die Möglichkeiten der Unternehmen, durch konzerninterne Umstrukturierungen die Zahlung von Gewerbesteuer zu vermeiden (so genannte gewerbesteuerliche Organschaft), dürfen nicht – wie im Gesetzentwurf vorgesehen - erleichtert, sondern müssen im Gegenteil eingeschränkt werden.

"Die Bundesregierung muss jetzt dringend handeln. Das Gesetzgebungsverfahren zur Fortentwicklung der Unternehmenssteuern bietet die Chance dazu.

Der Einbruch bei der Gewerbesteuer ist so dramatisch, dass viele Städte nicht mehr wissen, wie sie Leistungen für ihre Bürgerinnen und Bürger bezahlen sollen. Unabhängig von unserer Forderung nach einer Gemeindefinanzreform brauchen wir Soforthilfe durch Gesetzeskorrekturen", erklärte Frau Kuban.

Nach der neuen Gewerbesteuerumfrage müssten nun die Gewerbesteuer-Erwartungen für 2001 nochmals reduziert werden. Inzwischen sei bestenfalls ein Volumen von 48 Milliarden Mark an Gewerbesteuer erreichbar.

Im vorigen Jahr war das Bundesfinanzministerium im Gesetzgebungsverfahren zur Steuerreform noch von 54,6 Milliarden DM für 2001 ausgegangen. Das Ministerium hatte mit dieser Zahl den verstärkten Zugriff von Bund und Ländern auf die Gewerbesteuer begründet.

    "Die Annahmen über eine steigende Gewerbesteuer sind längst hinfällig. Deshalb muss logischerweise auch die Erhöhung der Gewerbesteuerumlage fallen", sagte die Finanzdezernentin des Städtetages.

Verantwortlich für die rasante Talfahrt der Gewerbesteuer seien vor allem die vielen steuermindernden Gestaltungsmöglichkeiten, die der Gesetzgeber den Unternehmen seit mehreren Jahren immer stärker in die Hand gegeben habe.

Besonders Banken und Versicherungen, aber auch andere bisher gewerbesteuerstarke Branchen leisteten derzeit trotz guter Gewinnaussichten kaum noch einen Beitrag zur Finanzierung städtischer Aufgaben.

 

3. Erhöhung der Tabaksteuer wird verschoben

Die Erhöhung der Tabaksteuer für die Finanzierung des Anti-Terror-Paketes kommt später als geplant.

Die höhere Tabaksteuer werde nicht zum 1. Januar 2002 eingeführt, sondern "um ein, zwei oder drei Monate verschoben", sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel am 18. Oktober in einem ZDF-Interview.

Der Zeitplan für die Verabschiedung des Gesetzes ändert sich auf Grund von Einwänden der Tabakindustrie und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gegen den Gesetzentwurf. Die Änderungsvorschläge wird die Bundesregierung prüfen. Dadurch wird die ursprünglich für den 19. Oktober 2001 geplante Verabschiedung des Gesetzes im Bundestag auf Anfang November verschoben.

In dem Gesetzentwurf ist vorgesehen, den Tabaksteuersatz um 2 Cent (knapp 4 Pfennig) pro Zigarette und die Besteuerung des Feinschnitts für selbstgedrehte Zigaretten prozentual in gleichem Umfang zu erhöhen. Zugleich soll auch der Versicherungssteuersatz um einen Prozentpunkt von 15 auf 16 Prozent angehoben werden.

Die Mehreinnahmen sollen dazu dienen, Sicherheitsmaßnahmen bei Bundeswehr, Bundesgrenzschutz und Bundeskriminalamt sowie in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe mit dem Ziel der Terrorbekämpfung zu finanzieren.

Eichel hob ausdrücklich in dem Interview hervor, dass die Bundesregierung die Mittel aus der erhöhten Tabak- und Versicherungssteuer benötige, "denn wir wollen nicht die Anti-Terror-Maßnahmen durch neue Schulden finanzieren."

Mehr zum ersten Anti-Terror-Paket der Bundesregierung auf der Website der
Bundesregierung

 

4. Keine Angst vor dem steuerlichen Abzugsverfahren

Vor einer "unverantwortlichen Panikmache" gegen das steuerliche Abzugsverfahren hat in Berlin der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, RA Michael Knipper, gewarnt.

Es grenze schon an bewusste Desinformation, wenn kleineren Handwerksunternehmen suggeriert werde, sie müssten vom 1. Januar 2002 an auf 15 % ihres Entgelts verzichten.

Richtig sei, dass sich für alle seriös kalkulierenden Unternehmen zum Jahreswechsel gar nichts ändern werde, da sich diese vom steuerlichen Vorwegabzug durch Einreichung einer Freistellungsbescheinigung des Finanzamtes frei zeichnen könnten.

Nur unseriöse Unternehmen aus dem In- und Ausland, die in den letzten Jahren ihre Steuern nicht gezahlt hätten, müssten befürchten, keine Freistellungsbescheinigung erhalten.

Für die große Unsicherheit gerade unter den kleineren Unternehmen hat Knipper dennoch Verständnis.

Leider gebe es nach wie vor aus dem Hause des Bundesfinanzministers noch keine Verwaltungsanweisung, an denen sich die Finanzämter bei der Ausstellung der Freistellungsbescheinigung orientieren könnten.

Knipper: "Allerdings steht es allen Unternehmen ab sofort frei, bei dem für sie zuständigen Finanzamt formlos – unter Angabe ihrer Einkommen- bzw. Körperschaftsteuernummer - Freistellungsbescheinigungen zu beantragen." Im Übrigen werde der steuerliche Vorwegabzug erstmals auf Gegenleistungen angewendet, die nach dem 31. Dezember 2001 erbracht würden. Auch dadurch hätten Finanzverwaltung und Unternehmen Zeit, sich auf die neuen Regelungen einzustellen.

Trotz dieser unübersehbaren Anlaufschwierigkeiten ist das Gesetz zur Eindämmung illegaler Beschäftigung im Baugewerbe ein "großer Wurf" im Kampf gegen illegale Angebotspraktiken, stellt Knipper fest.

Erstmals sei ein Instrument geschaffen worden, mit dem unseriösen Anbietern schnell und wirkungsvoll das Handwerk gelegt werden könne. Wer seine günstigen Angebotspreise auf die Hinterziehung von Steuern stütze, der habe künftig keine Chance mehr.

Knipper: "Das steuerliche Abzugsverfahren nutzt am Ende all den Unternehmen, die ihre Preise seriös kalkulieren und ihren Steuerpflichten nachkommen."
 

E. Impressum

Herausgeber:
Benjamin Hirth
Diplom Betriebswirt (FH)
Feldbergweg 7
76275 Ettlingen

Erscheinungsweise:
Am 5. und 20. jeden Monats

Deutsche Bibliothek:
ISSN 1617-7800 (Online-Ausgabe)
ISSN 1617-7797 (eMail-Ausgabe)

Ende des Steuerlinks-Newsletter vom 20.10.2001



Dieser Bereich dient lediglich noch als Archiv. Bitte verwenden Sie die neuen Seiten

Impressum