Hinweis

Die Einträge im Lexikon sind veraltet.

Existensgründer-Handbuch

08.01 Einzelunternehmen


Der Einzelunternehmer betreibt sein Unternehmen allein. Die Einzelunternehmung ist keine Gesellschaft und wird nur auf Grund ihrer Häufigkeit hier angesprochen. Der Einzelunternehmer ist Inhaber der Rechte und Pflichten , die sich aus dem Geschäftsbetrieb ergeben. Ihn treffen alle Pflichten persönlich. Das Argument, der Betrieb befinde sich gerade in einem finanziellen Engpass, greift angesichts seiner vollen persönlichen Haftung nicht.
Rechtsgrundlage sind die Vorschriften des Handelsrechts, wenn der Unternehmer Kaufmann ist ( 07.02 Kaufmannseigenschaft ), im Übrigen gilt das Bürgerliche Gesetzbuch.
1. Anforderungen
Formvorschriften: nein
Handelsregister: nein (wenn nicht Kaufmann kraft Gesetz)
Mindestkapital: kein
Vertretung: Einzelunternehmer
Haftung: unbeschränkt, auch Privatvermögen
Aufsichtsorgan: nein
Jahresabschluss: Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
Steuern vom Ertrag: Einkommensteuer, Gewerbesteuer
2. Vorteile
  • einfacher Gründungsprozess,
  • alleinige Geschäftsführung und Entscheidungsbefugnis,
  • volle Kontrolle,
  • Gewinne müssen nicht verteilt werden.
3. Nachteile
  • Eigentümer haftet mit gesamtem Privatvermögen,
  • alleinige Haftung,
  • schwache Kapitalstruktur (zumindest in der Startphase).
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