Hinweis

Die Einträge im Lexikon sind veraltet.

Existensgründer-Handbuch

09.03 Eigenkapital


Ohne Eigenkapital sollten Sie den Sprung in die Selbstständigkeit auf keinen Fall wagen. Je mehr Sie über Eigenkapital verfügen, desto höher ist Ihr Sicherheitspolster für schlechte Zeiten.
Sie können Eigenkapital einbringen
  • in Form von Ersparnissen und/oder
  • Sacheinlagen .
Sacheinlagen sind neben Gegenständen des Anlagevermögens (Maschinen, Einrichtungen, Fuhrpark usw.) auch immaterielle Güter (Patente oder Rechte anderer). Insbesondere in der Gründungspraxis stellt die Bewertung der Sacheinlagen oftmals ein größeres Problem dar. Ggf. ist ein Sachverständiger hinzuzuziehen, der ein Gutachten erstellt. Existenzgründer bewerten Sacheinlagen im Regelfall höher als Geldinstitute, öffentliche Bewilligungsstellen, mögliche Gesellschafter usw. Ihr Unternehmen ist gerade in der Startphase umso widerstandsfähiger, je mehr Eigenkapital von Ihnen eingebracht werden kann. Die angemessene Höhe des Eigenkapitals (Finanzierungsgrundsätze) beträgt etwa 25 %.
Eigenkapitalquellen
1. Verwandte oder Freunde
Soweit Ihr Eigenkapital nicht ausreicht, sollten Sie überprüfen, ob sich möglicherweise Verwandte und andere Personen am künftigen Unternehmen mit haftendem Kapital beteiligen oder mögliche Teilhaber Wagniskapital zur Verfügung stellen.
2. Kapitalbeteiligungsgesellschaften
Hierbei handelt es sich um öffentlich geförderte oder private Gesellschaften , die z. B. jungen Betrieben Eigenkapital zur Verfügung stellen. Sie beteiligen sich jedoch nur für eine bestimmte Zeit - in der Regel zehn Jahre - an einem Unternehmen. Während dieser Laufzeit ist das eingebrachte Kapital entweder nach einem festgelegten Prozentsatz zu verzinsen oder es wird ein Beteiligungsentgelt bzw. eine Beteiligung der Gesellschaft am Gewinn vereinbart.
3. Eigenkapitalhilfeprogramm (EKH)
Die Bundesregierung bietet ein spezielles Förderprogramm an, das Existenzgründern zu haftenden Eigenmitteln verhelfen soll.
WoltersKluwer
Ein einfacher Schritt zur Antwort auf Ihre Steuerfrage(n) ...

Wählen Sie die 0900 / 1000 277 600 *)

*) Der Anruf kostet 1,99 EUR/Min. inkl. 19% MwSt. aus dem dt. Festnetz; in Mobilfunknetzen gelten ggf. andere Preise. Deutsche Steuerberatungshotline