Hinweis

Die Einträge im Lexikon sind veraltet.

Existensgründer-Handbuch

09.07 Unterlagen für das Bankgespräch


Legen Sie für Ihre Bank einen Präsentationsordner mit übersichtlichem Inhaltsverzeichnis an. Präsentieren Sie Ihre Ideen und Zahlen möglichst kurz und präzise; "erschlagen" Sie Ihre Bank nicht durch lange und umständliche Texte. Wenn doch ausführliche Informationen notwendig sind, sollten Sie neben dem Präsentations-Ordner auch ein Detail-Ordner für zusätzliche und detaillierte Informationen anlegen, der der Bank später vorgelegt werden kann. Die Ordner sollten je nach Art des Existenzgründungsvorhabens aus folgenden Teilen bestehen:
Übersicht über die Existenzgründung
  • Die Eckdaten der Existenzgründung auf einen Blick
    (höchstens eine Seite)
  • Konzept, Idee und Philosophie Ihrer Existenzgründung
    Das Konzept Ihrer Existenzgründung sollte 20 Seiten nicht überschreiten und möglichst strukturiert und übersichtlich gegliedert sein. Vermeiden Sie lange Schachtelsätze. Denken Sie daran, dass Ihr Bankberater immer unter Zeitdruck steht und übersichtliche und klare Informationen erwartet. Manche Sachverhalte können durch Statistiken oder Graphiken besser verdeutlicht werden als durch lange Texte.)
  • Beschreibung der Branche und des Leistungsangebots (Branche, produzierendes Gewerbe, Dienstleistung, Verkauf, etc.)
  • Einschätzung der Zielgruppen
  • Erstellung einer Marktanalyse
    (Verdrängungsmarkt, erwartete Marktanteile, Neuer Markt, regionale Besonderheiten, besondere Technologien, Konkurrenten, Kunden, etc.)
  • Bewertung von Standortfragen
  • Bilder des Unternehmens und/oder Produkten
  • Werbematerialien
  • Dokumentation über Ihren Internetauftritt
  • Investitionsplan
  • Kostenplan
  • Umsatzplan
  • Rentabilitätsplan
  • Liquiditätsplan
  • Finanzierungsplan
  • Kennzahlen für das Controlling
  • Bericht des Steuerberaters
  • Bericht des Wirtschaftsprüfers
  • Lebenslauf, Qualifikation und praktisches Erfahrungswissen des Gründers und weiterer Teilhaber
  • Qualifikation, Alter und Länge der Betriebszugehörigkeit des Personals
  • Ist-Analyse oder Planungen für die 2. Führungsebene (existiert eine 2. Führungsebene und kann sie Sie im Falle von Krankheit oder Unfall ersetzen?)
  • Qualifizierungsbedarf des Personals
  • Ist-Analyse des Fachkräftenachwuchses
  • Systematische Planungen für die Personalentwicklung
  • Welche Risiken ergeben sich im Falle einer Krankheit und welche Alternativen gibt es?
  • Wie können Sie neue Kunden finden, falls z. B. Großkunden abspringen?
  • Ist durch die EU Erweiterung, mit weiteren Konkurrenten oder dem Verlust an Kunden zu rechnen, und welche Alternativen gibt es?
  • Welche alternativen Produktions- oder Dienstleistungsbereiche bieten sich, falls das Kerngeschäft mangels Auftragslage nicht wie geplant läuft?
  • Welche Abhängigkeiten bestehen z. B. von Lieferanten, Großkunden, spezialisierten Mitarbeitern oder ehemalige Eigentümer und welche Alternativen gibt es, Risiken zu minimieren?
  • Geplante Produktionsverlagerungen, Auslagerungen oder Umstrukturierungen bei Existenzgründungen durch Betriebsübernahme
  • Gibt es Firmen, die bestimmte Teile Ihrer Produktion und/oder Dienstleistung preiswerter als Sie selbst anbieten können und die Sie entsprechen beauftragen können (z.B. Herstellung und Zulieferung von Teilen, Erstellen von Konstruktionszeichnungen, Kundenbefragungen, etc.)?
  • Weitere Informationen je nach Branche und Vorhaben.
Den konkreten Kreditantrag sollten Sie erst zu einem späteren Zeitpunkt stellen, da sich oft erst durch das Gespräch mit der Bank die konkreten Kreditlinien und Konditionen entwickeln.
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