Hinweis

Die Einträge im Lexikon sind veraltet.

Existensgründer-Handbuch

12.05 Gewerbesteuer


Die Gewerbesteuer ist eine Gemeindesteuer und bildet die wichtigste Einnahmequelle in den meisten Gemeinden . Mit der Abschaffung der Gewerbekapitalsteuer zum 1.1.1998 wurde den Gemeinden als Ausgleich hierfür 2,2 % des Umsatzsteueraufkommens ab 1998 zugewiesen.
Alle Gewerbebetriebe unterliegen der Gewerbesteuer. Kapitalgesellschaften (GmbH, AG usw.) gelten mit ihrer gesamten Tätigkeit als Gewerbebetrieb. Nicht unter die Gewerbesteuerpflicht fallen Freiberufler (z. B. Rechtsanwälte oder Steuerberater), es sei denn, sie führen ihre Tätigkeit in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft aus. Besteuert wird der im Unternehmen erwirtschaftete Ertrag.
Die Gewerbesteuer wird von der für den Betriebssitz zuständigen Gemeinde erhoben. Für diese Zwecke erlässt das Finanzamt einen Gewerbesteuermessbescheid, der automatisch der Gemeinde zugestellt wird. Die Gemeinde erlässt dann auf der Grundlage des Gewerbesteuermessbescheides den Gewerbesteuerbescheid, in dem sie den für die zuständige Gemeinde gültigen Hebesatz auf den Messbetrag anwendet. Die Hebesätze variieren in den verschiedenen Bundesländern, sodass hier durchaus auch standortpolitische Kriterien eine Rolle spielen könnten.
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