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Existensgründer-Handbuch

13.00 Organisation


Unter Organisation werden Tätigkeiten und Regeln zur zielgerichteten Erfüllung der unternehmerischen Gesamtaufgabe verstanden. Die Organisation eines Unternehmens erfolgt auf verschiedenen Ebenen und hat zwei grundsätzliche Aspekte :
  • Auf der Ebene der Unternehmensorganisation wird über die Aufgaben und den Zusammenhang der einzelnen Betriebe und Betriebsstätten eines (größeren) Unternehmens entschieden.
  • Die betriebliche Organisation steuert die Erfüllung der Unternehmensziele eines einzelnen Betriebes. Über die Abteilung und die Stelle konkretisiert sich die Organisation bis zur einzelnen Tätigkeit, der Erfüllung einer Aufgabe.
So entsteht die Aufbauorganisation des Unternehmens im Wesentlichen als Stellenbildung und als Bildung von Abteilungen. Die Beziehungen der Stellen und Abteilungen untereinander bilden die betriebliche Hierarchie. Je bestimmter die Aufgabenerfüllung ist, desto höher ist der Organisationsgrad. Mit dem Wachstum des Unternehmens werden, soweit sinnvoll, Geschäftsbereiche gebildet, die - ähnlich wie eigene Betriebe, nur rechtlich nicht selbstständig - Produktlinien, Kundengruppen oder Marktsegmente eigenständig betreuen.
Gestalter der betrieblichen Organisation ist die Geschäftsführung, Träger der Organisation das Management. Zentrale Aufgaben der Organisation sind die Stellenbildung, die Koordination der Aufgabenerfüllung, Führung der Mitarbeiter und die Förderung der Lernbereitschaft. Die Übertragung von Aufgaben an die Mitarbeiter erfolgt im Rahmen kurzfristiger Disposition durch die Arbeitsanweisung, im Rahmen der Entwicklung der Organisation durch Delegation. Bei Einführung von Innovationen kann eine Reorganisation notwendig werden.
Die sach- und termingerechte Aufgabenerfüllung wird durch die Ablauforganisation gewährleistet. Planung und Leitung des betrieblichen Prozesses sichern auf der Basis von Personalorganisation, Materialwirtschaft und Logistik die Koordination jedes einzelnen Arbeitsgangs mit den anderen und die effektive Zuordnung von Dienstleistungsfunktionen und Stabsfunktionen zum eigentlichen Fertigungsprozess.
Diese beiden grundsätzlichen Aspekten der betrieblichen Organisation spiegeln die bewusste und gestaltete Seite der Organisationsbeziehungen wider, hauptsächlich die formale Organisation . Zu beachten ist jedoch, dass in jedem Betrieb auch eine informale Organisation besteht. Der Grad der Zufriedenheit der Mitarbeiter, ihre persönlichen Merkmale und die Beziehungen untereinander prägen das Sozialsystem Betrieb und das Betriebsklima. Gelingt die Integration der verschiedenen Tätigkeiten der Mitarbeiter und die Motivation für die Unternehmensziele (innerbetriebliche Information), kann daraus eine positive Unternehmenskultur entstehen. Damit verbunden ist oft ein hoher Grad von Selbstorganisation, indem Mitarbeiter selbstständig die Ablauforganisation durchführen. Lean Management setzt in hohem Maße eine solche Unternehmenskultur voraus.
Zunehmend an Bedeutung gewinnt die computerunterstützte Organisation , insbesondere für die Personalorganisation und die Ablauforganisation. Vollständig computergesteuert ist das computer integrated manufacturing (CIM), bei dem sämtliche Fertigungsschritte einschließlich der Materialzuführung usw. durch Datenverarbeitungsanlagen bestimmt werden.
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