Lexikon der Unternehmensführung - Marketing

Internet-PR


Der Einsatz des Internets im Marketing wird im Sinne von Electronic Commerce meist als Instrument von Werbung und Verkaufsförderung angesehen. Zunehmend wird es aber auch im Kommunikationsmix der Public Relations genutzt. Es ersetzt dabei nicht die althergebrachten Instrumente, sondern ergänzt und erweitert sie vor allem durch seine spezifische Möglichkeit, immer aktuell zu sein und neue Zielgruppen anzusprechen. Voraussetzung für diese Ergänzung der eigenen Öffentlichkeitsarbeit ist aber, dass die Website stets gut gepflegt ist - seit Monaten veraltete Meldungen unter "Neuigkeiten" schaden mehr, als dass sie nützen. Der Webauftritt muss also als Mittel der Imagebildung sehr ernst genommen werden.
Die typischen Fehler beim Internet-Auftritt im Allgemein gelten auch für die Internet-PR im Besonderen. Wichtig ist vor allem, dass der Eigenheit des Internet als schnellem Medium Rechnung getragen wird, Journalisten wollen nicht lange nach interessanten Informationen und Ansprechpartnern suchen müssen. Die Homepage muss also einen gut sichtbaren Button "Presse" enthalten, über den ohne weitere Suchvorgänge unter "Kontakt" die wichtigsten Mitarbeiter der Presseabteilung zu finden sind. Die öfter verwendete Minimallösung info@xy.de ist nicht sehr kontaktfördernd - besser ist es, den kompletten Namen, die Funktion und die Telefon- und Faxnummer sowie - selbstverständlich mit einem Link versehen - die E-Mail-Adresse der einzelnen Mitarbeiter aufzuführen. Das mitunter noch zusätzlich eingeblendete Bild der Ansprechpartner wirkt sympathisch und fördert die Kommunikation zusätzlich.
Neben den Mitarbeitern der Pressestelle sollten über den Button "Presse" die aktuellen Pressemitteilungen abrufbar sein, ein "Archiv" der Pressemeldungen erleichtert es den Journalisten, sich tiefergehend über das Unternehmen zu informieren. Weitere Chancen bieten sich durch die Interaktionsmöglichkeiten des Internets, die einen direkten Kontakt zwischen Pressestelle und Journalisten bzw. interessierter Öffentlichkeit zulassen. Vor allem die E-Mail als schnelles Kommunikationsmedium sollte als wichtiger Teil der Internet-PR angesehen und entsprechend möglichst umgehend beantwortet werden - die lockere, unkomplizierte Form ermöglicht es, die Kontakte entsprechend zu gestalten, was in Journalistenkreisen wesentlich beliebter ist als steife Formbriefe. Aktiv auf die Öffentlichkeit zugehen kann man auch mit Newslettern .
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