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Hinweis 173 ErbStH 2003

Wohn-/Nutzfläche
Wird die übliche Miete aus Mietspiegeln abgeleitet, handelt es sich um eine Miete, die sich auf einen Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche bezieht. Maßgebend für die Ermittlung der Wohn-/Nutzfläche des zu bewertenden Gebäudes sind die Vorgaben im Mietspiegel. Bei Mietspiegeln für Wohngrundstücke wird regelmäßig auf die §§ 42 bis 44 II. BV Bezug genommen. Danach gilt für die Berechnung der Wohnfläche folgendes:
Die Wohn-/Nutzfläche ist die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu der Wohnung gehören.
Als Grundflächen bleiben insbesondere außer Betracht
  • Treppen mit mehr als drei Steigungen und deren Treppenabsätze;
  • Hausflure in Wohngebäuden mit mehr als einer Wohnung;
  • Zubehörräume; als solche kommen in Betracht: Keller, Waschküchen, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Dachböden, Trockenräume, Schuppen (Holzlegen), Garagen und ähnliche Räume;
  • Wirtschaftsräume; als solche kommen in Betracht: Futterküchen, Vorratsräume, Backstuben, Räucherkammern, Ställe, Scheunen, Abstellräume und ähnliche Räume,
  • Räume und Raumteile mit einer lichten Höhe von weniger als 1 m,
  • Räume, die den nach ihrer Nutzung zu stellenden Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen.
Nur mit der Hälfte der Grundfläche sind anzusetzen
  • Räume und Raumteile mit einer lichten Höhe von mindestens 1 m und weniger als 2 m sowie Schwimmbäder und ähnliche nach allen Seiten geschlossene Räume,
  • Balkone, Loggien, Dachgärten oder gedeckte Freisitze.
Wegen der Behandlung von Wintergärten vgl. BMF-Schreiben vom 15.7.1996 (BStBl I S. 692). Rechnen bei einem Wohngebäude mit einer Wohnung, mit einer Wohnung und einer nicht abgeschlossenen Wohneinheit oder mit zwei nicht abgeschlossenen Wohneinheiten Hausflure mangels Abgeschlossenheit in vollem Umfang zur Wohnfläche, ist die für jede Wohneinheit ermittelte Grundfläche um 10 v.H. zu kürzen.
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