Wichtiger Hinweis

Die Gesetzestexte sind veraltet. Nutzen Sie http://www.gesetze-im-internet.de/ oder https://dejure.org/


Hinweis 55 ErbStH 2003

Anwachsungserwerb
Besteuerungstatbestand ist der Steuerwert des Anteils, den der Erblasser am Betriebsvermögen hatte, soweit dieser den Wert der Abfindungsansprüche Dritter (z.B. der Erben) übersteigt ( § 3 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG , R 7 ). Daraus folgt, dass nur der Nettowert des Erwerbs den Steuertatbestand erfüllt, so dass auch die Entlastungen nach §§ 13a , 19a ErbStG nur von diesem Nettoerwerb vorgenommen werden können. Dies gilt sinngemäß auch für den Erwerb begünstigter Anteile an Kapitalgesellschaften aufgrund gesellschaftsvertraglicher Übertragungsverpflichtungen. Die Entlastungen nach § 13a ErbStG sind von diesem Nettowert vorzunehmen.
Beispiel:
Beim Tod des Gesellschafters G wird die E-F-G OHG von den Gesellschaftern E und F fortgesetzt. Der Anteil des G hatte zum Todestag einen Steuerwert von 5.000.000 EUR. E und F müssen an den Sohn S des G eine Abfindung in Höhe des Buchwerts des Anteils (3.000.000 EUR) zahlen.
Der Anwachsungserwerb von E und F unterliegt jeweils mit folgenden Werten der Erbschaftsteuer:
Bruttowert des Anteils 2.500.000 EUR
Abfindung ./. 1.500.000 EUR
---------------
Nettowert 1.000.000 EUR 1.000.000 EUR
Freibetrag (Anteil 1/2) ./. 128.000 EUR
---------------
Verbleiben 872.000 EUR
Abzl. Bewertungsabschlag 348.800 EUR
---------------
Steuerpflichtiger Wert 523.200 EUR
Qualifizierte Nachfolgeklausel in Personengesellschaftsanteil
> BFH vom 10.11.1982 (BStBl 1983 II S. 329).
Sondererbfolge nach der Höfeordnung
> BFH vom 1.4.1992 (BStBl II S. 669).
LexisNexis
Ein einfacher Schritt zur Antwort auf Ihre Steuerfrage(n) ...

Wählen Sie die 0900 / 1000 277 600 *)

*) Der Anruf kostet 1,99 EUR/Min. inkl. 19% MwSt. aus dem dt. Festnetz; in Mobilfunknetzen gelten ggf. andere Preise. Deutsche Steuerberatungshotline