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Hinweis 57 ErbStH 2003

Hinweis 57 (2)
Gesetzliche Aufteilung des Freibetrags
Beispiel 1 (Aufteilung nur auf Erben):
Unternehmer U hinterlässt seinem Kind K und zwei Enkelkindern E und F (Abkömmlinge des bereits verstorbenen Kindes L) als gesetzlichen Erben seinen Gewerbebetrieb.
Nach Maßgabe der Erbteile steht der Freibetrag K zur Hälfte zu (= 128.000 EUR) und E und F je zu einem Viertel (= je 64.000 EUR).
Beispiel 2 (Aufteilung auf Erben und Nichterben):
Unternehmerin V hinterlässt ihren Kindern K und L als testamentarischen Erben zwei Gewerbebetriebe. Aufgrund Vermächtnisses soll ihre Nichte N einen davon erhalten.
Der Freibetrag steht den drei Erwerbern zu je einem Drittel zu.
Hinweis 57 (4)
Freibetrag im Nacherbfall
Beispiel:
 V hat durch Vorerbschaft einen Gewerbebetrieb (Steuerwert 1.000.000 EUR) erworben. Beim Tod des V erwirbt der Nacherbe N den Betrieb, der zu diesem Zeitpunkt einen Steuerwert von 1.500.000 EUR hat. Zugleich geht ein eigener, nicht aus der Vorerbschaft stammender Gewerbebetrieb des V an die Erben des V (A, B und C) über.
Sowohl der Erwerb des N als auch der Erwerb von A, B und C ist nach § 13a ErbStG begünstigt. Allen vier Erwerbern steht ein Freibetragsanteil von je 64.000 EUR zu.
Hinweis 57 (6)
Erbauseinandersetzung
Beispiel:
Zum Nachlass, der auf zwei Erben E und F zu gleichen Teilen übergeht, gehört ein Gewerbebetrieb (Steuerwert 400.000 EUR). Laut Teilungsanordnung soll Erbe E den Betrieb erhalten; er soll den Freibetrag allein beanspruchen können.
Da Erbe E als Erwerb durch Erbanfall nur 200.000 EUR Betriebsvermögen erwirbt (> BFH vom 1.4.1992, BStBl II S. 669), können auch nur 200.000 EUR außer Ansatz bleiben. Der restliche Freibetrag in Höhe von 56.000 EUR bleibt bei ihm ohne Auswirkung. Er geht auch nicht nach § 13a Abs. 3 Satz 2 ErbStG auf den Erben F über.
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