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R 104 ErbStR 2003
Ermittlung des gemeinen Werts von Anteilen an Organgesellschaften Zu § 11 BewG

(1)

Ist die Kapitalgesellschaft ein Organ, ist bei der Ermittlung des gemeinen Werts ihrer Anteile das Geschäftsergebnis als eigener Betriebsgewinn anzusehen und für den Ertragshundertsatz maßgebend. Die bei der Organgesellschaft zu berücksichtigenden Gewinne sind zu korrigieren, wenn ihre Höhe wesentlich durch ungewöhnliche Verhältnisse beeinflusst worden ist, die ohne die Ergebnisabführungsverpflichtung keinen Bestand gehabt hätten. Fiktive Körperschaft- und Gewerbesteuer sind bei der Ermittlung des Betriebsergebnisses nicht abzuziehen. Wird jedoch die auf das Betriebsergebnis der Organgesellschaft entfallende Körperschaft- und Gewerbesteuer aufgrund einer Umlagevereinbarung der Organgesellschaft in Rechnung gestellt, mindern die Körperschaftsteuer und die Gewerbesteuer das Betriebsergebnis der Organgesellschaft.

(2)

Ist für Anteile an der Organgesellschaft, die sich im Besitz anderer Gesellschafter befinden, eine Dividende in bestimmter Höhe garantiert, ist bei Ermittlung des Ertragshundertsatzes der Jahresertrag um die garantierte Bruttodividende (Bardividende, ggf. zuzüglich Steuergutschrift, wenn eine solche noch erteilt worden ist) zu kürzen. In diesen Fällen ist R 106 entsprechend anzuwenden.
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