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R 128 ErbStR 2003
Abgrenzung des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens vom übrigen Vermögen Zu §§ 140 und 141 BewG

(1)

Bewegliche Wirtschaftsgüter , die einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft zu dienen bestimmt sind, tatsächlich aber zum Besteuerungszeitpunkt (>  R 125 Abs. 2 ) einem derartigen Betrieb des Eigentümers nicht dienen, gehören nicht zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen, sondern zum übrigen Vermögen.

(2)

Der Überbestand an umlaufenden Betriebsmitteln eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft zählt nicht zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen ( § 33 Abs. 3 Nr. 3 BewG ), sondern zum übrigen Vermögen. Der Überbestand wird in der Weise ermittelt, dass vom gesamten Wert aller umlaufenden Betriebsmittel der gesamte Wert des Normalbestandes an umlaufenden Betriebsmitteln abgezogen wird; dabei ist nach Nutzungen vorzugehen. Über- und Unterbestand an Betriebsmitteln bei den einzelnen Nutzungen werden ausgeglichen. Der Überbestand ist mit dem gemeinen Wert ( § 9  Abs. 1 BewG ) anzusetzen.

(3)

Nach § 140 Abs. 2 BewG gehören die Pensionsverpflichtungen nicht zum land- und forstwirtschaftlichen Vermögen, sondern sind bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs im Erbfall als Nachlassverbindlichkeiten im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 2 ErbStG und im Schenkungsfall bei der Ermittlung des Steuerwerts der freigebigen Zuwendung ( § 7  Abs. 1 ErbStG ) zu berücksichtigen.
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