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R 64 ErbStR 2003
Behaltensregelungen für land- und forstwirtschaftliches Vermögen Zu § 13a ErbStG

(1)

Die Veräußerung eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft, eines Teilbetriebs oder eines Anteils an einer Personengesellschaft mit Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft oder eines Anteils daran innerhalb der Behaltenszeit ist ein Verstoß gegen die Behaltensregelungen. Als Veräußerung gilt auch die Aufgabe eines Betriebs, Teilbetriebs oder Gesellschaftsanteils.

(2)

Hinsichtlich der wesentlichen Betriebsgrundlagen eines Betriebs der Land- und Forstwirtschaft gilt >  R 63  Abs. 2 entsprechend. Schädlich ist die Veräußerung wesentlicher Betriebsgrundlagen des land- und forstwirtschaftlichen Vermögens auch dann, wenn der Erlös dazu verwendet wird, Abfindungen an weichende Erben zu zahlen. Das gilt auch, wenn der Hoferbe einzelne Flächen an seine Miterben überträgt, um deren Abfindungsansprüche zu befriedigen.

(3)

Begünstigtes Vermögen, das nur ertragsteuerlich zum land- und forstwirtschaftlichen Betrieb gehört, insbesondere vermietete Grundstücke und Grundstücke im Sinne des § 69 BewG (>  R 126 ), unterliegt ebenfalls den Behaltensregelungen. Ihre Veräußerung löst allerdings keine Nachversteuerung aus, soweit sie keine wesentlichen Grundlagen des Betriebs sind. Wegen der Entnahme des Veräußerungserlöses >  R 65 .
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