Wichtiger Hinweis

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Hinweis 13a.1 EStH 2006

Ob ein derartiger Antrag gestellt wurde, ist notfalls durch Auslegung zu ermitteln. Ein wirksamer Antrag liegt vor, wenn eine auf das Wirtschaftsjahr abgestellte vollständige Gewinnermittlung vorgelegt wird (>BFH vom 4.6.1992 - BStBl 1993 II S. 125 und vom 18.3.1993 - BStBl II S. 549).
Kein wirksamer Antrag liegt vor, wenn eine vom Wirtschaftsjahr abweichende Gewinnermittlung für das Kalenderjahr vorgelegt wird (>BFH vom 28.1.1988 - BStBl II S. 532).
Beginn der Buchführungspflicht
Die Finanzverwaltung hat den Stpfl. auf den Beginn der Buchführungspflicht hinzuweisen. Die Bekanntgabe soll mindestens einen  Monat vor Beginn der Buchführungspflicht erfolgen, >AEAO zu § 141, Nr. 4.
Buchführungspflicht im Fall der Betriebsübernahme
>R 13a.1 Abs. 5
Eine Mitteilung ist nicht erforderlich, wenn die Voraussetzungen zur Durchschnittssatzgewinnermittlung auf wissentlich falsche Steuererklärungen zurückzuführen sind. Mit dem bekannt werden der tatsächlichen Verhältnisse ist das Finanzamt zur Schätzung des Gewinns befugt, so als habe es rechtzeitig von dem Wegfall der Voraussetzungen der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen Kenntnis erlangt und eine entsprechende Mitteilung erlassen (>BFH vom 29.11.2001 - BStBl 2002 II S. 147).
Neugründung
Bei der Neugründung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs bestimmt sich die Zulässigkeit der Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen ausschließlich nach § 13a Abs. 1 Satz 1 EStG . Als Neugründung sind auch anzusehen:
  • die Übernahme eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs im Ganzen zur Bewirtschaftung als Eigentümer oder Nutzungsberechtigter (>BFH vom 26.6.1986 - BStBl II S. 741) und
  • die Einbringung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs in eine neu gegründete Personengesellschaft (>BFH vom 26.5.1994 - BStBl II S. 891).
In diesen Fällen bedarf es keiner Mitteilung nach § 13a Abs. 1 Satz 2 EStG .
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