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Hinweis 31 EStH 2006

Anspruch auf Kindergeld
>DA-FamEStG 68.4 (BStBl 2004 I S. 811)
Über- und zwischenstaatliche Rechtsvorschriften
Über- und zwischenstaatliche Rechtsvorschriften im Sinne von R 31 Abs. 1 Satz 4 sind insbesondere folgende Regelungen:
  • Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern i. d. F. der Bekanntmachung vom 30.1.1997 (ABl. EG Nr. L 28 vom 30.1.1997, S. 4), zuletzt geändert durch VO (EG) Nr. 629/2006 des Rates vom 5.4.2006 (ABl. EG Nr. L 114 vom 27.4.2006, S. 1) ;
  • Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates über die Durchführung der Verordnung (EWG) 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern i. d. F. der Bekanntmachung vom 30.1.1997 (ABl. EG Nr. L 28 vom 30.1.1997, S. 102), zuletzt geändert durch VO (EG) Nr. 629/2006 des Rates vom 5.4.2006 (ABl. EG Nr. L 114 vom 27.4.2006, S. 1) ;
  • EWR-Abkommen vom 2.5.1992 (BGBl. 1993 II S. 226) i. d. F. des Anpassungsprotokolls vom 17.3.1993 (BGBl. II S. 1294);
  • Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21.6.1999 (BGBl. 2001 II S. 810), in Kraft getreten am 1.6.2002 (BGBl. II S. 1692). Nach diesem Abkommen gelten die gemeinschaftsrechtlichen Koordinierungsvorschriften ( Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 und 574/72 ) auch im Verhältnis zur Schweiz.
Auf Grund der vorstehenden Regelungen besteht grundsätzlich vorrangig ein Anspruch im Beschäftigungsstaat. Wenn die ausländische Familienleistung geringer ist und der andere Elternteil dem deutschen Recht der sozialen Sicherheit unterliegt, besteht Anspruch auf einen Unterschiedsbetrag zum Kindergeld in Deutschland.
  • Bosnien und Herzegowina
    >Serbien und Montenegro
  • Kroatien
    >Serbien und Montenegro
  • Marokko
    Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Marokko über Kindergeld vom 25.3.1981 (BGBl. 1995 II S. 634 ff.) i. d. F. des Zusatzabkommens vom 22.11.1991 (BGBl. 1995 II S. 640), beide in Kraft getreten am 1.8.1996 (BGBl. II S. 1455);
  • Mazedonien
    >Serbien und Montenegro
  • Serbien und Montenegro (bis 4.2.2003 Jugoslawien)
  • Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien über Soziale Sicherheit vom 12.10.1968 (BGBl. 1969 II S. 1437) in Kraft getreten am 1.9.1969 (BGBl. II S. 1568) i. d. F. des Änderungsabkommens vom 30.9.1974 (BGBl. 1975 II S. 389) in Kraft getreten am 1.1.1975 (BGBl. II S. 916).
    Das vorgenannte Abkommen gilt im Verhältnis zu Bosnien und Herzegowina und der Bundesrepublik Jugoslawien (seit 4.2.2003 Serbien und Montenegro) uneingeschränkt fort, nicht jedoch im Verhältnis zur Republik Kroatien, zur Republik Slowenien und zur Republik Mazedonien;
  • Slowenien
    >Serbien und Montenegro
  • Türkei
    Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Türkei über Soziale Sicherheit vom 30.4.1964 (BGBl. 1965 II S. 1169 ff.) in Kraft getreten am 1.11.1965 (BGBl. II S. 1588) i. d. F. des Zusatzabkommens vom 2.11.1984 zur Änderung des Abkommens (BGBl. 1986 II S. 1040 ff.) in Kraft getreten am 1.4.1987 (BGBl. II S. 188);
  • Tunesien
    Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tunesischen Republik über Kindergeld vom 20.9.1991 (BGBl. 1995 II S. 642 ff.) in Kraft getreten am 1.8.1996 (BGBl. II S. 2522).
Vergleichbare ausländische Leistungen
  • Höhe des Kindergelds in einzelnen Abkommensstaaten
    Angaben in Euro je Monat 1. Kind 2. Kind 3. Kind 4. Kind 5. Kind 6. Kind ab 7. Kind
    Bosnien und Herze-gowina 5,11 12,78 30,68 30,68 35,79 35,79 35,79
    Marokko 5,11 12,78 12,78 12,78 12,78 12,78 -
    Serbien und Monte-negro 5,11 12,78 30,68 30,68 35,79 35,79 35,79
    Türkei 5,11 12,78 30,68 30,68 35,79 35,79 35,79
    Tunesien 5,11 12,78 12,78 12,78 - - -
  • Übersicht über vergleichbare ausländische Leistungen
    >BfF vom 14.2.2002 (BStBl I S. 241)
Zivilrechtlicher Ausgleich
Verzichtet der zum Barunterhalt verpflichtete Elternteil durch gerichtlichen oder außergerichtlichen Vergleich auf die Anrechnung des hälftigen Kindergeldes auf den Kindesunterhalt, ist sein zivilrechtlicher Ausgleichsanspruch gleichwohl in die Prüfung der Steuerfreistellung des § 31 EStG einzubeziehen (>BFH vom 16.3.2004 - BStBl 2005 II S. 332). Sieht das Zivilrecht eines anderen Staates nicht vor, dass das Kindergeld die Unterhaltszahlung an das Kind mindert, ist der für das Kind bestehende Kindergeldanspruch dennoch bei der Prüfung der Steuerfreistellung nach § 31 EStG anzusetzen (>BFH vom 13.8.2002 - BStBl II S. 867).
Zurechnung des Kindergelds
Bei der Prüfung der Steuerfreistellung ist der gesamte Anspruch auf Kindergeld dem vollen Kinderfreibetrag gegenüberzustellen, wenn der halbe Kinderfreibetrag auf den betreuenden Elternteil übertragen wurde, weil der andere Elternteil seiner Unterhaltsverpflichtung gegenüber dem Kind nicht nachkam (>BFH vom 16.3.2004 - BStBl II  S. 594).
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