Wichtiger Hinweis

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Hinweis 34.3 EStH 2006

Entlassungsentschädigungen
>BMF vom 24.5.2004 (BStBl I S. 505, berichtigt BStBl I S. 633)
Entschädigung i. S. d. § 24 Nr. 1 EStG
>R 24.1
Entschädigung in zwei VZ
  • Außerordentliche Einkünfte i. S. d. § 34 Abs. 2 Nr. 2 EStG sind (nur) gegeben, wenn die zu begünstigenden Einkünfte in einem VZ zu erfassen sind (>BFH vom 21.3.1996 - BStBl II S. 416 und vom 14.5.2003 - BStBl II S. 881). Die Tarifermäßigung nach § 34 Abs. 1 EStG kann aber unter besonderen Umständen ausnahmsweise auch dann in Betracht kommen, wenn die Entschädigung nicht in einem Kalenderjahr zufließt, sondern sich auf zwei Kalenderjahre verteilt. Voraussetzung ist jedoch stets, dass die Zahlung der Entschädigung von vornherein in einer Summe vorgesehen war und nur wegen ihrer ungewöhnlichen Höhe und der besonderen Verhältnisse des Zahlungspflichtigen auf zwei Jahre verteilt wurde oder wenn der Entschädigungsempfänger - bar aller Existenzmittel - dringend auf den baldigen Bezug einer Vorauszahlung angewiesen war (>BFH vom 2.9.1992 - BStBl 1993 II S. 831).
  • Bei Land- und Forstwirten mit einem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr ist die Tarifermäßigung ausgeschlossen, wenn sich die außerordentlichen Einkünfte auf Grund der Aufteilungsvorschrift des § 4a Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 EStG auf mehr als zwei VZ verteilen (>BFH vom 4.4.1968 - BStBl II S. 411).
  • Planwidriger Zufluss
    >BMF vom 24.5.2004 (BStBl I S. 505, berichtigt BStBl I S. 633), Rz. 17 - 20
  • Die Ablösung wiederkehrender Bezüge aus einer Betriebs- oder Anteilsveräußerung durch eine Einmalzahlung kann als Veräußerungserlös auch dann tarifbegünstigt sein, wenn im Jahr der Betriebs- oder Anteilsveräußerung eine Einmalzahlung tarifbegünstigt versteuert worden ist, diese aber im Verhältnis zum Ablösebetrag als geringfügig (im Urteilsfall weniger als 1 %) anzusehen ist (>BFH vom 14.1.2004 - BStBl II S. 493).
Nutzungsvergütungen i. S. d. § 24 Nr. 3 EStG
  • Werden Nutzungsvergütungen oder Zinsen i. S. d. § 24 Nr. 3 EStG für einen Zeitraum von mehr als drei Jahren nachgezahlt, ist der gesamte Nachzahlungsbetrag nach § 34 Abs. 2 Nr. 3 i. V. m. Absatz 1 EStG begünstigt. Nicht begünstigt sind Nutzungsvergütungen, die in einem Einmalbetrag für einen drei Jahre übersteigenden Nutzungszeitraum gezahlt werden und von denen ein Teilbetrag auf einen Nachzahlungszeitraum von weniger als drei Jahren und die im Übrigen auf den zukünftigen Nutzungszeitraum entfallen (>BFH vom 19.4.1994 - BStBl II S. 640).
  • Die auf Grund eines Zwangsversteigerungsverfahrens von der öffentlichen Hand als Ersteherin gezahlten sog. Bargebotszinsen stellen keine "Zinsen auf Entschädigungen" im Sinne von § 24 Nr. 3 EStG dar (>BFH vom 28.4.1998 - BStBl II S. 560).
Vorabentschädigungen
Teilzahlungen, die ein Handelsvertreter entsprechend seinen abgeschlossenen Geschäften laufend vorweg auf seine künftige Wettbewerbsentschädigung ( § 90a HGB ) und auf seinen künftigen Ausgleichsanspruch ( § 89b HGB ) erhält, führen in den jeweiligen Veranlagungszeiträumen zu keiner Zusammenballung >außerordentlicher Einkünfte und lösen deshalb auch nicht die Tarifermäßigung nach § 34 Abs. 1 EStG aus (>BFH vom 20.7.1988 - BStBl II S. 936).
Zinsen i. S. d. § 24 Nr. 3 EStG
>Nutzungsvergütungen
Zusammenballung von Einkünften
  • Eine Entschädigung ist nur dann tarifbegünstigt, wenn sie zu einer Zusammenballung von Einkünften innerhalb eines VZ führt (>BFH vom 4.3.1998 - BStBl II S. 787).
    >BMF vom 18.11.1997 (BStBl I S. 973)
    >BMF vom 24.5.2004 (BStBl I S. 505, berichtigt BStBl I S. 633), Rz. 9 - 16
  • Erhält ein Stpfl. wegen der Körperverletzung durch einen Dritten auf Grund von mehreren gesonderten und unterschiedliche Zeiträume betreffenden Vereinbarungen mit dessen Versicherung Entschädigungen als Ersatz für entgangene und entgehende Einnahmen, steht der Zufluss der einzelnen Entschädigungen in verschiedenen VZ der tarifbegünstigten Besteuerung jeder dieser Entschädigungen nicht entgegen (>BFH vom 21.1.2004 - BStBl II S. 716).
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