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R 29 KStR 2004
Ermittlung des zu versteuernden Einkommens

(1)

Bemessungsgrundlage für die tarifliche Körperschaftsteuer ist das zu versteuernde Einkommen. Bei Körperschaften, die nur gewerbliche Einkünfte haben können, ist das zu versteuernde Einkommen wie folgt zu ermitteln:
1 Gewinn/Verlust lt. Steuerbilanz bzw. nach § 60 Abs. 2 EStDV korrigierter Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag lt. Handelsbilanz unter Berücksichtigung der besonderen Gewinnermittlung bei Handelsschiffen nach § 5a EStG
2 + Hinzurechnung von vGA (§ 8 Abs. 3 Satz 2 KStG)
3 - Abzug von Gewinnerhöhungen im Zusammenhang mit bereits in vorangegangenen VZ versteuerten vGA
4 + Berichtigungsbetrag nach § 1 AStG
5 - Einlagen (§ 4 Abs. 1 Satz 5 EStG)
6 + nichtabziehbare Aufwendungen (z.B.  § 10 KStG, § 4 Abs. 5 EStG, § 160 AO)
7 + Gesamtbetrag der Zuwendungen nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG
8 +/- Kürzungen/Hinzurechnungen nach § 8b KStG und § 3c Abs. 1 EStG
9 - sonstige inländische steuerfreie Einnahmen (z.B. Investitionszulagen)
10 +/- Korrekturen bei Organschaft i.S. der §§ 14, 17 und 18 KStG (z.B. gebuchte Gewinnabführung, Verlustübernahme, Ausgleichszahlungen i.S. des § 16 KStG)
11 +/- Hinzurechnungen und Kürzungen bei ausländischen Einkünften u.a.
- Korrektur um nach DBA steuerfreie Einkünfte unter Berücksichtigung des § 3c Abs. 1 EStG,
- Hinzurechnung nach § 52 Abs. 3 EStG i.V.m. § 2a Abs. 3 und 4 EStG 1997,
- Abzug ausländischer Steuern nach § 26 Abs. 6 KStG oder § 12 Abs. 3 AStG i.V.m. § 34c Abs. 2, 3 und 6 EStG,
- Hinzurechnungsbetrag nach § 10 AStG einschließlich Aufstockungsbetrag nach § 12 Abs. 1 und 3 AStG,
- Hinzurechnungen und Kürzungen von nicht nach einem DBA steuerfreien negativen Einkünften nach § 2a Abs. 1 EStG
12 +/- Hinzurechnungen und Kürzungen bei Umwandlung u.a.
- nach § 4 Abs. 6 und 7 bzw. § 12 Abs. 2 Satz 1 UmwStG nicht zu berücksichtigender Übernahmeverlust oder -gewinn,
- Hinzurechnungsbetrag nach § 12 Abs. 2 Satz 2 und 3 UmwStG
13 +/- sonstige Hinzurechnungen und Kürzungen u.a.
- nach § 52 Abs. 59 EStG i.V.m. § 50c EStG i.d.F. des Gesetzes vom 24.3.1999 (BGBl. I S. 402) nicht zu berücksichtigende Gewinnminderungen,
- nicht ausgleichsfähige Verluste nach § 8 Abs. 4 Satz 4 und nach § 13 Abs. 3 KStG sowie nach §§ 2b, 15 Abs. 4, § 15a Abs. 1 EStG,
- Hinzurechnungen nach § 15a Abs. 3 EStG, § 13 Abs. 3 Satz 10 KStG,
- Kürzungen nach § 2b Satz 4, § 15 Abs. 4 Satz 2, 3 und 6, § 15a Abs. 2, Abs. 3 Satz 4 EStG, § 13 Abs. 3 Satz 7 KStG,
- Gewinnzuschlag nach § 6b Abs. 7 und 8, § 7g Abs. 5 EStG
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14 = steuerlicher Gewinn (Summe der Einkünfte in den Fällen des R 29 Abs. 2 Satz 1 KStR ; Einkommen i.S. des § 9 Abs. 2 Satz 1 KStG)
15 - abzugsfähige Zuwendungen nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG
16 +/- bei Organträgern:
- Zurechnung des Einkommens von Organgesellschaften (§§ 14, 17 und 18 KStG),
- Kürzungen/Hinzurechnungen nach § 8b KStG, § 3c Abs. 1 EStG und § 4 Abs. 7 UmwStG bezogen auf das dem Organträger zugerechnete Einkommen von Organgesellschaften (§ 15 Nr. 2 KStG)
bei Organgesellschaften:
- Abzug des dem Organträger zuzurechnenden Einkommens (§§ 14, 17 und 18 KStG)
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17 = Gesamtbetrag der Einkünfte i.S. des § 10d EStG
18 - bei der übernehmenden Körperschaft im Jahr des Vermögensübergangs zu berücksichtigender Verlust nach § 12 Abs. 3 Satz 2 bzw. § 15 Abs. 4 UmwStG
19 - Verlustabzug nach § 10d EStG
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20 = Einkommen
21 - Freibetrag für bestimmte Körperschaften (§ 24 KStG)
22 - Freibetrag für Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften sowie Vereine, die Land- und Forstwirtschaft betreiben (§ 25 KStG)
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23 = zu versteuerndes Einkommen

(2)

Für Körperschaften, die auch andere Einkünfte als gewerbliche haben können, gilt Absatz 1 vorbehaltlich der nachfolgenden Sätze entsprechend. Für VZ bis einschließlich 2003 ist zur Ermittlung der Summe der Einkünfte im ersten Schritt die Entwicklung nach Absatz 1 Nrn. 1 bis 13 für jede Einkunftsart gesondert vorzunehmen. Die Summe der Einkünfte ergibt sich nach Verlustausgleich unter Berücksichtigung der Beschränkungen nach § 2  Abs. 3 EStG in der für VZ bis einschließlich 2003 geltenden Fassung zwischen den sich danach ergebenden positiven und negativen Einkünften aus den einzelnen Einkunftsarten. Von der Summe der Einkünfte ist bei Vorliegen der Voraussetzungen der Abzug bei Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft ( § 13 Abs. 3 EStG ) vorzunehmen. Beim Verlustabzug nach § 10d EStG ist der unabhängig von der Einkunftsart abzugsfähige Verlustvortrag aus VZ vor 1999 nachrangig gegenüber dem einkunftsartenabhängigen Verlustvortrag aus VZ nach 1998 zu berücksichtigen. Zusätzlich kommt ggf. der Abzug nach § 10g EStG in Betracht, der nach dem Verlustabzug vorzunehmen ist; in VZ bis einschließlich 2003 ist der Abzugsbetrag vor dem einkunftsartenunabhängigen Verlustvortrag aus VZ bis 1998 zu berücksichtigen.
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