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R 57 KStR 2004
Finanzielle Eingliederung

Der Organträger ist i.S. der finanziellen Eingliederung an der Organgesellschaft beteiligt, wenn ihm Anteile an der Organgesellschaft - einschließlich der Stimmrechte daraus - steuerrechtlich in dem für die finanzielle Eingliederung erforderlichen Umfang zuzurechnen sind. Entsprechendes gilt für die mittelbare Beteiligung ( § 14 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 KStG ). Unmittelbare und mittelbare Beteiligungen (bzw. mehrere mittelbare Beteiligungen) dürfen zusammengefasst werden. Es sind aber nur solche mittelbaren Beteiligungen zu berücksichtigen, die auf Beteiligungen des Organträgers an vermittelnden (Kapital- oder Personen-)Gesellschaften beruhen, an denen der Organträger jeweils die Mehrheit der Stimmrechte hat.
Beispiele:
  1. In den Beispielen wird unterstellt, dass die Stimmrechtsverhältnisse den Beteiligungsverhältnissen entsprechen.
    1. 1)
      Die Gesellschaft M ist an der Gesellschaft E unmittelbar zu 50% beteiligt. Über die Gesellschaft T (Beteiligung der T an E 50%) an der die M ebenfalls zu 50% beteiligt ist, hält M mittelbar weitere 25% der Anteile an der E. Die Gesellschaft E ist in die Gesellschaft M nicht finanziell eingegliedert, weil die unmittelbare und die mittelbare Beteiligung der M an der E auf Grund der fehlenden Stimmrechtsmehrheit der M an T nicht zusammenzurechnen sind und die unmittelbare Beteiligung allein die Voraussetzung der finanziellen Eingliederung nicht erfüllt.
    2. 2)
      Die Gesellschaft M ist an den Gesellschaften T 1 zu 100% und an der Gesellschaft T 2 zu 49% beteiligt; die Gesellschaften T 1 und T 2 sind an der Gesellschaft E zu je 50% beteiligt. M besitzt an T 2 nicht die Mehrheit der Stimmrechte. Damit sind die Voraussetzungen des § 14 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 KStG für eine Zusammenrechnung der beiden mittelbaren Beteiligungen nicht erfüllt. Die Gesellschaft E ist in die Gesellschaft M nicht finanziell eingegliedert.
    3. 3)
      Die Gesellschaft M ist zu 20% unmittelbar an E beteiligt. Zugleich ist M am Vermögen der Personenhandelsgesellschaft P zu 80% beteiligt, die ihrerseits 80% der Anteile an E hält. Die Gesellschaft E ist in die Gesellschaft M finanziell eingegliedert, da die unmittelbare und die mittelbare Beteiligung auf Grund der Stimmrechtsmehrheit der M an P zu addieren sind (20% + 64%).
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