Wichtiger Hinweis

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Hinweis 76 LStH 2007

Ausstellung einer Lohnsteuerkarte bei Tod des Ehegatten
> R 110 Abs. 5
Berechnung des Altersentlastungsbetrags
> R 117
Berechnung der Freibeträge für Versorgungsbezüge
> R 116
Erben als Arbeitnehmer
Durch die Zahlung von dem Erblasser zustehenden Arbeitslohn an die Erben oder Hinterbliebenen werden diese steuerlich zu Arbeitnehmern ( § 1  Abs. 1 Satz 2 LStDV ). Sie haben dem Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte, gegebenenfalls für ein zweites Dienstverhältnis, vorzulegen (>BFH vom 29.7.1960 - BStBl III  S. 404).
Weiterleitung von Arbeitslohn an Miterben
Beispiel:
Nach dem Tod des Arbeitnehmers A ist an die Hinterbliebenen B, C, D und E ein Sterbegeld von 4.000 EUR zu zahlen. Der Arbeitgeber zahlt den Versorgungsbezug an B im Jahr 2007 aus. Dabei wurde die Lohnsteuer nach den auf der Lohnsteuerkarte des B eingetragenen Merkmalen unter Berücksichtigung der Freibeträge für Versorgungsbezüge von 2.300 EUR (36,8 % von 4.000 EUR = 1.472 EUR zuzüglich 828 EUR) erhoben. B gibt im Jahr 2008 je 1/4 des Bruttoversorgungsbezugs an C, D und E weiter (insgesamt 3.000 EUR).
Im Jahr 2007 ergeben sich lohnsteuerpflichtige Versorgungsbezüge:
Versorgungsbezüge 4.000 EUR
./. Versorgungsfreibetrag 1.427 EUR
./. Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag 828 EUR----------
lohnsteuerpflichtige Versorgungsbezüge 1.700 EUR
Durch die Weitergabe im Jahr 2008 verbleibt B ein Anteil an den Versorgungsbezügen von 1.000 EUR. Hierauf entfällt ein Versorgungsfreibetrag in Höhe von 368 EUR (36,8 % von 1.000 EUR) zuzüglich eines Zuschlags zum Versorgungsfreibetrag von 632 EUR (Der B zustehende Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 828 EUR wird lediglich in Höhe von 632 EUR berücksichtigt, da er nicht zu negativen Einkünften führen darf), also steuerpflichtige Versorgungsbezüge von 0 EUR. Daher sind bei B in 2008 negative Einnahmen in Höhe von 1.700 EUR anzusetzen.
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