Steuereinnahmen in Deutschland - gute Konjunktur sorgt für hohe Summen

In den letzten Jahren konnte vonseiten des Bundesfinanzministeriums regelmäßig vermeldet werden, dass die Steuereinnahmen ansteigen. Somit hat der Staat viel Geld zur Verfügung, und immer wieder wird Kritik laut, dass ein Teil dieses Geldes wieder an die Erwerbstätigen zurückgegeben werden sollte. So betrugen die Gemeinschaftssteuern im Jahre 2017 knapp 585 Md. EUR. Dabei handelt es sich um die Steuern, die von den Erwerbstätigen erbracht werden. Sowohl nichtselbstständige Arbeitnehmer als auch Selbstständige, Freiberufler und Rentner, die arbeiten gehen oder eine Rente beziehen, die über den Freibeträgen liegt, zahlen Steuern. Die Einkommenssteuer ist in ihren Sätzen gestaffelt. Je mehr ein Arbeitnehmer verdient, desto mehr Steuern muss er zahlen. Für kleine Einkommen ab einem Betrag von 9.000 EUR im Jahr liegt der Steuersatz bei 12 %. Wer weniger verdient, braucht keine Steuern zu zahlen, denn jeder Erwerbstätig hat einen persönlichen Freibetrag, der vonseiten der Regierung in regelmäßigen Abständen angepasst wird. Derzeit liegt er bei 9,000 EUR im Jahr (Stand 2018). Hohe Einkommen werden hingegen auch hoch besteuert. Wer mehr als 100.000 EUR im Jahr verdient und nicht verheiratet ist und auch keine Kinder hat, zahlt einen Steuersatz von 42 %. Hinzu kommen die Kosten für die Sozialversicherung, die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag, sodass die Abgaben einen Wert von 50 % weit übersteigen. Damit liegt Deutschland an der Spitze aller Staaten der Welt.

Gute Konjunktur sorgt für hohe Steuereinnahmen

Die hohen Steuereinnahmen, die auf der Infografik von smava nachvollzogen werden können, sind auf die sehr gute Konjunktur zurückzuführen. Seit der Finanzkrise im Jahre 2009 ist die Arbeitslosigkeit gesunken. Es wurden viele neue Stellen geschaffen, die Exporte boomen und Deutschland kann sich über eine sehr gute Konjunktur freuen. Dies schlägt sich auch in den Steuereinnahmen nieder, die von Jahr zu Jahr steigen. Daran haben die Erwerbstätigen ihren größten Anteil, denn sie zahlen nicht nur Einkommenssteuer, sondern auch Mehrwertsteuer auf alle Waren und Dienstleistungen, die sie konsumieren. Im Gegensatz zur Einkommenssteuer kann die Mehrwertsteuer nur dann zurückgefordert werden, wenn sie von Freiberuflern oder Selbstständigen im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit abgeführt wurde. Nichtselbstständige können keine Mehrwertsteuer zurückfordern.