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Steuer-Lexikon

Wohnflächenberechnung


Für einige steuerliche Vergünstigungen ist es von Bedeutung, die Wohnfläche einer Wohnung zu ermitteln. Beispielsweise ist die Schaffung von Wohnfläche von Bedeutung bei steuerlich anerkannten Ausbauten oder Erweiterung . Die Wohnfläche berechnet sich hierbei nach den §§ 42 bis 44 der Zweiten Berechnungsverordnung (II. BV).
Nach § 42 Abs. 1 II. BV berechnet sich die Wohnfläche einer Wohnung nach der Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu der Wohnung gehören.
Nicht zur Wohnfläche gehört die Grundfläche folgender Räume ( § 42 Abs. 4 II. BV ):
  • Zubehörräume wie Keller, Waschküchen, Abstellräume außerhalb der Wohnung, Dachböden, Trockenräume, Schuppen, Garagen und ähnliche Räume
  • Wirtschaftsräume wie z.B.: Futterküchen, Vorratsräume, Ställe, Scheunen, Abstellräume Geschäftsräume
Die Grundfläche aller anderen Räume, die eine lichte Höhe von mindestens 2 Metern haben, bilden die maßgebliche Wohnfläche. Raumteile oder Räume, deren lichte Höhe zwischen 1 und 2 Meter liegen, sind nur zur Hälfte in die Wohnfläche miteinzubeziehen. Räume oder Raumteile, die eine lichte Höhe von weniger als 1 Meter haben, finden keine Berücksichtigung in der Wohnflächenberechnung ( § 44 Abs. 4 Nr. 1 II. BV ).
Nur zur Hälfte in die Wohnflächenberechnung mit einbezogen werden die Grundflächen folgender Flächen:
  • Balkone
  • Loggien
  • Dachgärten
  • gedeckte Freisitze
  • Wintergärten (die über keine eigene Heizung verfügen)
  • Schwimmbäder
  • Saunen
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