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Online-Ausgabe Nr. 181 vom 05.10.2007

ISSN 1617-7800 (Online-Ausgabe)

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I N H A L T S V E R Z E I C H N I S


1. Aktuelles

2. Aus der Steuerverwaltung

3. Aus der Rechtsprechung

4. Neue Fachliteratur

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Gemeinnützige Organisationen steuerlich optimal betreuen

Gemeinnützige Organisationen sind derzeit einem verstärkten Wettbewerb ausgesetzt. Oft verlangen betriebswirtschaftliche Aspekte deshalb nach einer Umstrukturierung z. B. durch Outsourcing. Im Seminar „Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb und Gemeinnützigkeit“ erhalten Sie aktuelle Informationen zu:

 

  • Reform des Gemeinnützigkeitsrechts/Steuerreform
  • Abgrenzung zwischen echten und unechten Zuschüssen
  • Spendenrecht, Mittelverwendungsrecht
  • Möglichkeiten zur Rücklagenbildung
  • Übertragung von Vermögen auf Töchtergesellschaften
  • steuerliche Optimierung durch unselbstständige Stiftungen

 

Mehr Informationen

 




1. Aktuelles




Steuererleichterung für engagierte Bürger

Der Bundesrat hat in seiner Plenarsitzung am 21.09.2007 dem Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerlichen Engagements zugestimmt. Durch umfangreiche Steuererleichterungen wird das Engagement der rund 23 Millionen ehrenamtlich Tätigen, Stifter und Spender in Deutschland weiter gefördert.

 

Das Gesetz erhöht unter anderem den Übungsleiterfreibetrag von bisher 1.848 Euro auf 2.100 Euro. Für Einnahmen aus allen nebenberuflichen Tätigkeiten im gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Bereich wird ein allgemeiner Freibetrag in Höhe von 500 Euro eingeführt.

 

Auf Empfehlung des Bundesrates wurde zudem die Höchstgrenze für die zusätzliche steuerliche Begünstigung von Spenden in den Vermögensstock von Stiftungen auf eine Million Euro angehoben (vorher 307.000 Euro). Weiterhin setzte sich der Bundesrat erfolgreich dafür ein, dass Bareinzahlungsbelege oder Buchungsbestätigungen eines Kreditinstitutes künftig als Nachweise für Zuwendungen bis zu einer Höhe von 200 Euro (vorher 100 Euro) genügen. Dies bedeutet vor allem für Vereine eine erhebliche bürokratische Entlastung.

 

Der größte Teil des Gesetzes tritt rückwirkend zum 1. Januar 2007 in Kraft. Die davon betroffenen Steuererleichterungen können also schon für das laufende Jahr geltend gemacht werden.

 

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Schneeballsysteme im Internet werden überwacht

Auf Internetseiten mit den viel versprechenden Namen "Geldsack", "endlich-sorgenfrei", "immer-volle-geldboerse" oder "geldfueruns" und Ähnlichem wird Internet-Anwendern derzeit das große und schnell verdiente Geld ohne großen Aufwand versprochen.

 

Hierbei handelt es sich um eine weitere Version eines Schneeballsystems (Kettenbriefs), das wie seine Vorgänger, in erster Linie die Initiatoren bereichern, aber die große Masse der Teilnehmer mit den eingesetzten Geldbeträgen hauptsächlich belasten wird.

 

Das im Internet kursierende System klingt dabei sehr verlockend. Mit nur 7 x 5 EUR Einsatz für den Erwerb von sieben elektronisch übermittelten Internetanleitungen könnten durch die schnelle weltweite Verbreitung im Internet viele Neukunden geworben und ein rasantes Vorrücken in der Pyramidenhierarchie erreicht werden. So wird vorgerechnet, dass man bei jeweils immer nur fünf neuen Kunden auf der siebten Ebene von fast 100.000 Teilnehmer knapp 500.000 EUR bekommen würde.

 

Doch die Finanzämter schlafen nicht. So beobachtet die bei der Oberfinanzdirektion Koblenz eingerichtete Stabsstelle Steueraufsicht aufmerksam die unterschiedlichsten Aktivitäten im Internet. Auch dieses Schneeballsystem wird analysiert und ausgewertet.

 

Vorteil für die Beamten: Alle Teilnehmer sind im Internet namentlich und mit Adresse aufgeführt und können so von der Finanzbehörde leicht registriert werden.

 

Einnahmen können steuerpflichtig sein

 

Wenn auch der einzelne Umsatz von 5 Euro verschwindend gering ist, so kann nach einiger Zeit doch ein beträchtlicher Betrag zustande kommen. Dass diese Einnahmen der Steuerpflicht unterliegen, könnte dabei leicht vergessen werden. Doch dafür wurde die Stabsstelle Steueraufsicht eingerichtet, die sich der Überwachung der Versteuerung solcher Einnahmen widmet.

 

Steuerpflichtig sind private Veräußerungsgeschäfte bereits schon dann, wenn der Gewinn im Kalenderjahr mehr als 511 EUR beträgt. Private Veräußerungsgeschäfte sind bei der Einkommensteuererklärung in der Anlage SO (sonstige Einkünfte) einzutragen.

 

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Die öffentliche Verschwendung 2007 - Schwarzbuch

Steuerzahlerpräsident Dr. Karl Heinz Däke hat am 27.09.2007 in Berlin das Schwarzbuch „Die öffentliche Verschwendung 2007“ vorgestellt. Die darin dokumentierten über 100 Fälle stehen stellvertretend für die gesamte Steuergeldverschwendung in Deutschland.

 

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Betriebliche Altersvorsorge bleibt auch nach 2008 sozialversicherungsfrei

Die Bundesregierung will die Sozialversicherungsfreiheit der betrieblichen Altersvorsorge über das Jahr 2008 hinweg fortschreiben. Der dazu vorgelegte Gesetzentwurf (16/6539) sieht außerdem vor, das Alter, bis zu dem Arbeitnehmer in einem Unternehmen beschäftigt sein müssen, um Anspruch auf die arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente zu haben, von derzeit 30 Jahren auf 25 Jahre abzusenken. Das kräftige Wachstum der betrieblichen Altersvorsorge sei in erster Linie auf die Steuer- und Beitragsfreiheit der Vorsorgezahlungen zurückzuführen, schreibt die Regierung in ihrer Begründung. Der bevorstehende Wegfall der Beitragsfreiheit habe dieses Wachstum jedoch merklich abgeschwächt. Da das Ziel einer flächendeckenden freiwilligen kapitalgedeckten Altersvorsorge jedoch noch nicht erreicht sei, gelte es sichere und langfristige Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Absenkung der Altersgrenze auf 25 Jahre sei nötig geworden, da viele Beschäftigte, insbesondere kindererziehende junge Frauen vor dem 30. Lebensjahr aus den Unternehmen ausscheiden und dadurch eine Vorraussetzung auf die Betriebsrentenanwartschaft nicht erfüllen können.

 

Der Bundesrat begrüßt in seiner Stellungnahme die geplante Beibehaltung der Beitragsfreiheit. Bedauert wird jedoch, dass die betriebliche Altersvorsorge - insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen - bisher noch zu wenig verbreitet sei. Die bestehenden Bestimmungen seien für viele Unternehmer zu kostenträchtig und kompliziert. Diese Kritik teilt die Bundesregierung jedoch nicht, wie aus ihrer Gegenäußerung zu entnehmen ist. Arbeitgeber könnten vielmehr auf der Grundlage der bestehenden Grundregelungen und den vielen Kombinationsmöglichkeiten ein passendes Konzept für die betriebliche Altersvorsorge in ihrem Unternehmen finden.

 

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2. Aus der Steuerverwaltung



Umsatzsteuer-Umrechnungskurse für den Monat September 2007

Gemäß § 16 Abs. 6 Satz 1 UStG werden die Umsatzsteuer-Umrechnungskurse für den Monat September 2007 bekannt gegeben.

 

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Muster für Umsatzsteuer 2008

Mit dem BMF-Schreiben vom 1. Oktober 2007 - IV A 6 - S 7344/07/0003 - werden die Muster der Vordrucke im Umsatzsteuer-Voranmeldungs- und -Vorauszahlungsverfahren für das Kalenderjahr 2008 bekannt gegeben.

 

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3. Aus der Rechtsprechung



Verfassungsmäßigkeit des Halbabzugsverbots gemäß § 3c Abs. 2

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 19. Juni 2007 VIII R 69/05)

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Betragsmäßige Begrenzung der jährlichen Zuwendungen an Unterstützungskassen nach den sog. Überversorgungsgrundsätzen

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 19. Juni 2007 VIII R 100/04)

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Bewertungswahlrecht bei einer Verschmelzung

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 5. Juni 2007 I R 97/06

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Neues Betriebsvermögen i.S. des § 8 Abs. 4 Satz 2 KStG 1999 bei innenfinanzierten Anschaffungen

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 5. Juni 2007 I R 106/05)

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Einkünfteerzielungsabsicht aus Vermietung und Verpachtung

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 10. Mai 2007 IX R 7/07)

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Anwendung der Sachbezugsverordnung bei verbilligter Überlassung von Unterkünften - Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegenüber dem Ansatz von Sachbezugswerten

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 23. August 2007 VI R 74/04)

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Pfändungsschutz für Kapitallebensversicherung mit Rentenwahlrecht nur bei tatsächlich vereinbarter Altersversorgung - Pfändung erstreckt sich auch auf das Rentenwahlrecht

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 31. Juli 2007 VII R 60/06)

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Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer des immateriellen Wirtschaftsguts "Vertreterrecht" - Abgrenzung zum Geschäftswert oder Firmenwert im Sinne von § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 12. Juli 2007 X R 5/05)

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Beginn der Festsetzungsfrist bei Kenntniserlangung des FA von vollzogener Schenkung

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 6. Juni 2007 II R 54/05)

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Durchschnittsbesteuerung für Umsätze aus Grabpflegeleistungen eines landwirtschaftlichen Gartenbaubetriebes - keine Bindung des FA an frühere Beurteilung

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 31. Mai 2007 V R 5/05)

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4. Neue Fachliteratur



Studieren mit Erfolg: Prüfungen meistern

Prüfungen sind Chancen, keine unüberwindbaren Hürden!

 

Die Autoren zeigen auf, wie Prüfungssituationen als Möglichkeiten für die Präsentation des erarbeiteten Wissens und der persönlichen Stärken erfolgreich genutzt werden können. Aus psychologischer Sicht wird zunächst vermittelt, wie die Prüfungsvorbereitungsphase mit hoher Eigenmotivation bewältigt wird. Konkrete Tricks und Kniffe für die Prüfungsvorbereitung bringen hier einen echten Vorteil.

 

Dem sicheren Auftreten in mündlichen Prüfungen ist ein eigener Abschnitt gewidmet. Zudem wird konkret aufgearbeitet, wie man in Prüfungsgesprächen gekonnt diskutiert und argumentiert und Projektprüfungen sicher meistert. Aber auch die wesentlichen Fragen zu "nicht-klassischen" Prüfungssituationen werden ausführlich thematisiert:

 

Wie kommt man an das Wunschpraktikum?

Wie werden Praxisphasen optimal genutzt?

Wie muss die optimale schriftliche Bewerbung aussehen?

Wie hinterlässt man im Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck?

 

Heister/Wälte/Weßler-Poßberg/Finke, Studieren mit Erfolg: Prüfungen meistern - Klausuren, Kolloquien, Präsentationen, Bewerbungsgespräche, 202 Seiten, EUR 12,95 - ISBN: 3-7910-2675-5 / ISBN: 978-3-7910-2675-6

 

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