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Online-Ausgabe Nr. 217 vom 05.04.2009

ISSN 1617-7800 (Online-Ausgabe)

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I N H A L T S V E R Z E I C H N I S


1. Aktuelles

2. Aus der Steuerverwaltung

3. Aus der Rechtsprechung

4. Neue Fachliteratur

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1. Aktuelles



Freiwillige Antragsveranlagung: Nur vier Jahre oder doch sieben Jahre?

Falls kein Grund für eine Pflichtveranlagung vorliegt, kann es sich häufig lohnen, eine Einkommensteuererklärung freiwillig abzugeben. Das Finanzamt führt dann eine sog. Antragsveranlagung durch (nach § 46 Abs. 2 Nr. 8 EStG). Die freiwillige Abgabe ist immer empfehlenswert, wenn Sie Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen wollen oder wenn Sie während des Jahres vermeintlich zu viel Steuern gezahlt haben und sich diese erstatten lassen wollen. Es gibt viele Fälle, in denen sich eine freiwillige Steuererklärung lohnt.

 

Mit dem Jahressteuergesetz 2008 wurde die bisherige Antragsfrist von 2 Jahren gestrichen, sodass nun eine Antragsveranlagung bis zu 4 Jahre nach dem Steuerjahr möglich ist. Die Neuregelung gilt erstmals für das Jahr 2005 sowie in den Fällen, in denen das Finanzamt am 28.12.2007 über den Antrag auf Veranlagung noch nicht bestandskräftig entschieden hatte (§ 52 Abs. 55j Satz 2 EStG 2008).

 

Hingegen gilt eine Abgabefrist bei Pflichtveranlagung bis zu 7 Jahre, d.h. für Personen, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Zwar haben auch sie 4 Jahre Zeit, doch die vierjährige Festsetzungsfrist beginnt erst mit Ablauf des dritten Jahres nach dem Steuerjahr. Das ist die sog. Anlaufhemmung (gemäß § 170 Abs. 2 Nr. 1 AO).

AKTUELL hat das Finanzgericht Köln entschieden, dass auch für Arbeitnehmer, die freiwillig eine Steuererklärung abgeben, eine Abgabefrist von bis zu 7 Jahren gelten muss. Auch für sie kommt neben der vierjährigen Festsetzungsfrist die Anlaufhemmung von drei Jahren zur Anwendung (FG Köln vom 3.12.2008, 11 K 4917/07).

 

Die Anwendung der Anlaufhemmung auch für Arbeitnehmer ergebe sich - so die Kölner Richter - aufgrund einer verfassungskonformen Auslegung der Vorschrift. Artikel 3 Abs. 1 des Grundgesetzes verlange die Gleichbehandlung aller Menschen vor dem Gesetz. Beide Gruppen - pflicht- und antragsveranlagte Steuerbürger - befänden sich im Hinblick auf die Frage, innerhalb welcher Frist eine Veranlagung durchzuführen sei, in einer vergleichbaren Lage. Jedenfalls gebe es keine hinreichenden Gründe für unterschiedliche Festsetzungsfristen.

 

TIPP:

 

Nun können Sie also noch Steuererklärungen für weit zurückliegende Jahre einreichen, sogar zurück für das Jahr 2002. Bei Ablehnung empfiehlt sich der Einspruch gegen den Bescheid. Denn vor dem Bundesfinanzhof ist die Revision anhängig (Aktenzeichen: VI R 23/08).

 

Der Bundesfinanzhof hält die Frist von 4 Jahren (bisher 2 Jahren) für die freiwillige Steuererklärung gegenüber der Abgabefrist von 7 Jahren bei Pflichtveranlagung für eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung und damit für verfassungswidrig - und hat das Bundesverfassungsgericht um Klärung gebeten (Aktenzeichen: 2 BvL 55/06 und 2 BvL 56/06).

 

Das Bundesverfassungsgericht wird in diesen Verfahren auch darüber zu entscheiden haben, ob es verfassungsgemäß ist, dass die Anlaufhemmung von 3 Jahren bei der Antragsveranlagung - im Gegensatz zur Pflichtveranlagung - keine Anwendung findet. Sollten die Verfassungsrichter diese Unterscheidung über Bord werfen, könnte eine freiwillige Steuererklärung - wie bei der Pflichtveranlagung - ebenfalls bis zu 7 Jahre rückwirkend abgegeben werden.

 

Die OFD Münster hat die Finanzämter angewiesen, freiwillige Steuererklärungen, die nach 4 Jahren, aber noch innerhalb von 7 Jahren nach dem Steuerjahr abgegeben werden, bis zu einer Entscheidung durch das Bundesverfassungsgericht ruhen zu lassen (OFD Münster vom 20.12.2007, Kurzinfo Nr. 001/2007).

 

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Beschäftigte Rentner: Zuviel Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge gezahlt?

Viele Rentner gehen in ihrem Ruhestand noch einer Beschäftigung nach, entweder weil sie noch etwas hinzuverdienen wollen oder weil sie sich einfach noch nicht zur Ruhe setzen wollen. Verdienen Sie bei der Beschäftigung mehr als 400 Euro im Monat, sind davon Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen. Diese Beiträge tragen Sie und der Arbeitgeber jeweils zur Hälfte.

 

HINWEIS:  

Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sind grundsätzlich nur für Einnahmen bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze zu zahlen. Diese betrug im Jahr 2008 in West und Ost einheitlich 3 600 EUR im Monat bzw. 43 200 EUR im Jahr (2009: 3 675 EUR bzw. 44 100 EUR).

 

Bei beschäftigten Rentnern werden nun Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung in zweifacher Hinsicht jeweils bis zur Beitragsbemessungsgrenze (2009: 3 675 EUR; 2008: 3 600 EUR) erhoben, und zwar in folgender Rangfolge (§ 230 SGB V):

 

- zum einen für den Arbeitsverdienst und ggf. für Versorgungsbezüge, d. h. der Arbeitgeber behält Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze ein.

 

- zum anderen für die Rente, d. h. der Rentenversicherungsträger behält ebenfalls Beiträge bis zur Beitragsbemessungsgrenze ein.

 

Wenn nun die Summe der Einnahmen über der Beitragsbemessungsgrenze von 3 600 EUR monatlich liegt, zahlen Sie insgesamt zu hohe Beiträge. In diesem Fall können Sie von der Krankenkasse die Erstattung der zu viel gezahlten Beiträge verlangen.

 

TIPP:

Stellen Sie nach Ablauf des Jahres einen Erstattungsantrag an Ihre Krankenkasse, nicht an die Rentenversicherung. Der Erstattungsanspruch bezieht sich nur auf Ihre Beitragsanteile aus der gesetzlichen Rente, nicht auf die Beitragszuschüsse des Rentenversicherungsträgers zur Rente.

 

Wer es bisher versäumt hat, einen entsprechenden Erstattungsantrag zu stellen, kann dies auch rückwirkend für die letzten Jahre tun. Die Verjährungsfrist hierfür beträgt vier Jahre. Die Frist beginnt nach Ablauf des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist. Daher können Sie beispielsweise noch bis zum 31.12.2009 einen Antrag auf Erstattung von Beiträgen stellen, die im Jahr 2005 zu viel gezahlt wurden.

 

Quelle: Steuerrat24 - Weitere Informationen im Steuerrat24-Beitrag:
- Besonderheiten bei Beschäftigung von Rentnern

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Finanzamt informiert am Jahresende alle Rentner, ob sie Steuern zahlen müssen

Wie bereits berichtet, übermitteln die Rentenanstalten in diesem Jahr erstmalig die Rentenbezüge rückwirkend bis 2005 an die Finanzämter. Diese prüfen, ob seit 2005 – in Einzelfällen auch früher – eine Steuerpflicht besteht oder nicht.

 

Das könnte dazu führen, dass Ruheständler Steuernachzahlungen ins Haus stehen – auch wenn sie bisher überzeugt waren, keine Steuern mehr zahlen zu müssen.

 

Wie jetzt die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. mitteilt, werden Ende des Jahres alle Rentner in der Bundesrepublik informiert, ob sie eine Steuererklärung abgeben müssen oder nicht. Gleichzeitig fragt das Finanzamt nach weiteren Einnahmen wie z. B. Mieteinkünften oder Zinsen, denn diese erhöhen das zu versteuernde Einkommen. Trotz niedrigerem Rentenbezug kann damit der Grundfreibetrag von 7.664 Euro für Alleinstehende bzw. 15.328 Euro für Verheiratete überschritten werden.

 

Eine böse Überraschung könnte es für jene geben, die davon ausgingen, mit dem Rentenbezug nicht mehr steuerpflichtig zu sein, deren Einkünfte aber oberhalb der Grundfreibeträge liegen. Dazu zählen beispielsweise Ehepaare, bei denen ein Partner noch arbeitet, Senioren die mehrere Renten beziehen oder über zusätzliche Einkünfte aus Vermietungen verfügen. Bringt das Ersparte jährlich mehr als 801 Euro Zinsen, werden diese Beträge ebenfalls dem steuerpflichtigen Einkommen zugerechnet.

 

Die Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. rät Rentnern, ihr zu versteuerndes Einkommen berechnen zu lassen. Gegebenenfalls können sie jetzt eine Steuererklärung nachträglich einreichen und damit dem Finanzamt zuvorkommen. So können auch Ruheständler alle Steuersparmöglichkeiten nutzen, die für Arbeitnehmer gelten. Sie können zum Beispiel Kosten für Medikamente, Kuren oder die Brille sowie Versicherungsbeiträge oder Spenden steuerlich geltend machen. Wird auch nach der Aufforderung durch das Finanzamt keine Erklärung abgegeben, wird  das zu versteuernde Einkommen geschätzt. Auf Grundlage der Daten der Rentenanstalten. Individuelle Steuervorteile werden dabei allerdings nicht berücksichtigt. Unterstützung erhalten Senioren von Lohnsteuerhilfevereinen wie der Lohnsteuerhilfe Bayern e.V., die im Rahmen einer Mitgliedschaft Rentner und Arbeitnehmer bei allen Fragen rund um das Thema Steuer beraten und die Erstellung der Steuererklärung übernehmen.

 

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Privater Stromerzeuger als Unternehmer: BFH gewährt Vorsteuerabzug aus der Anschaffung eines in einem Einfamilienhaus betriebenen sog. Blockheizkraftwerks

Ein in ein Einfamilienhaus eingebautes Blockheizkraftwerk, mit dem neben Wärme auch Strom erzeugt wird, der ganz oder teilweise, regelmäßig und nicht nur gelegentlich gegen Entgelt in das allgemeine Stromnetz eingespeist wird, dient der nachhaltigen Erzielung von Einnahmen aus der Stromerzeugung. Eine solche Tätigkeit begründet daher - unabhängig von der Höhe der erzielten Einnahmen - die Unternehmereigenschaft des Betreibers, auch wenn dieser daneben nicht unternehmerisch tätig ist. Der Vorsteuerabzug aus der Anschaffung des Blockheizkraftwerks ist unter den allgemeinen Voraussetzungen des § 15 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) zu gewähren. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 18. Dezember 2008 V R 80/07.

 

Im zugrunde liegenden Fall ließ der Kläger, ein Lokführer, in sein von ihm und seiner Familie genutztes Einfamilienhaus ein sog. Blockheizkraftwerk einbauen. Ein Blockheizkraftwerk dient der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme in einem Gebäude (sog. Kraft-Wärme-Kopplung). Dabei wird mit einem Verbrennungsmotor zunächst mechanische Energie erzeugt und diese dann durch einen Generator in Strom umgewandelt. Die anfallende Abwärme des Generators und des Motors wird unmittelbar vor Ort zum Heizen des Gebäudes und für die Warmwasserbereitung in dem Gebäude verwendet. Der selbsterzeugte Strom wird in der Regel insoweit in das öffentliche Netz eingespeist, als er nicht in dem Gebäude verbraucht wird.

 

Der Kläger lieferte 80 % des mit dem Blockheizkraftwerk erzeugten Stroms aufgrund eines auf unbestimmte Zeit geschlossenen Vertrages an ein Energieversorgungsunternehmen; den Rest verbrauchte er selbst.

 

Das Finanzamt versagte den Vorsteuerabzug aus der Anschaffung des Blockheizkraftwerks mit der Begründung, der Kläger sei kein Unternehmer, weil er mit der Anlage maximal ca. 1.800 € im Jahr an Einnahmen erzielen könne; unterhalb einer Einnahmengrenze von 3.000 € könne nicht von einer unternehmerischen Tätigkeit ausgegangen werden. Dem folgte der BFH – wie zuvor schon das Finanzgericht – nicht.

 

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Steuerbegünstigung für haushaltsnahe Dienstleistungen auch für Bewohner eines Wohnstifts

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 29. Januar 2009 VI R 28/08 seine Rechtsprechung zur Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a des Einkommensteuergesetzes (EStG) fortgeführt und entschieden, dass auch der Bewohner eines Wohnstifts die Steuerermäßigung für vom Betreiber des Stifts erbrachte Leistungen in Anspruch nehmen kann.

 

Der BFH hatte früher schon entschieden, dass die Steuerermäßigung ausscheidet, wenn die steuerbegünstigten Handwerker- und Dienstleistungen bar bezahlt werden (BFH-Urteil vom 20. November 2008 VI R 14/08). Außerdem gilt auch hier, wie für jede Steuerermäßigung nach § 35a EStG in der Fassung vor 2006, dass eine Rechnung über die erbrachten Dienstleistungen erstellt und dem Finanzamt vorgelegt werden muss. Aus dieser Rechnung müssen sich nicht nur Erbringer und Empfänger, sondern auch Art, Zeitpunkt und Inhalt der Dienstleistung sowie die dafür vom Steuerpflichtigen jeweils geschuldeten Entgelte ergeben.

 

Im vom BFH entschiedenen Streitfall hatte ein Bewohner eines Wohnstifts die Steuerermäßigung nach § 35a EStG für die Kosten der Dienstleistungen geltend gemacht, die ihm im Wohn- und Betreuungsbereich erbracht worden waren. Diese entstanden insbesondere für Hausmeistertätigkeiten, für Reinigung des Apartments sowie der Gemeinschaftsflächen und für das Vorhalten von Haus- und Etagendamen, die zur Begleitung der Bewohner, zur Erledigung kleiner Botengänge und zur Erbringung von Betreuungsleistungen zur Verfügung standen. Aus mehreren vom Betreiber des Wohnstifts stammenden Schreiben ergaben sich diese Dienstleistungen sowie die dafür bezahlten Entgelte.

 

Nachdem das Finanzamt die Steuerermäßigung abgelehnt hatte, entsprach das Finanzgericht der dagegen erhobenen Klage und sprach die begehrte Steuerermäßigung in Höhe von 600 € zu. Der BFH bestätigte diese Entscheidung. Die Steuerermäßigung werde für Dienstleistungen im privaten Haushalt gewährt. Ein solcher Haushalt könne grundsätzlich auch von dem Bewohner eines Wohnstifts geführt werden. Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen gehörten Tätigkeiten, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts oder dort Beschäftigter erledigt würden und regelmäßig anfielen. Die vom Steuerpflichtigen in Anspruch genommenen Tätigkeiten des Wohnstiftbetreibers seien solche haushaltsnahen Dienstleistungen. Der Steuerpflichtige habe schließlich auch die nach § 35a Abs. 2 Satz 3 EStG vorgeschriebene Rechnung über diese erbrachten Dienstleistungen vorgelegt. Denn aus den Schreiben des Wohnstiftbetreibers ließen sich Erbringer und Empfänger der haushaltsnahen Dienstleistung, Art, Zeitpunkt und Inhalt der Dienstleistung sowie die dafür vom Steuerpflichtigen jeweils geschuldeten Entgelte entnehmen.

 

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2. Aus der Steuerverwaltung



Anwendungs- und Zweifelsfragen zur Abgeltungsteuer

Hierzu: BMF-Schreiben vom 1. April 2009 - IV C 1 - S 2000/07/0009 - (2009/0218320) -

 

BMF-Schreiben vom 1. April 2009 - IV C 1 - S 2000/07/0009 - (2009/0218320) - (PDF - 8 Seiten - 64 KB)

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Vorläufige Steuerfestsetzung im Hinblick auf anhängige Musterverfahren

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Umsatzsteuerrechtliche Behandlung des sogenannten Direktverbrauchs nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ab dem 1. Januar 2009

Soweit selbst erzeugter Strom dezentral verbraucht wird und der Anlagenbetreiber hierfür eine Vergütung nach § 33 Abs. 2 EEG erhält, wird dieser Strom umsatzsteuerrechtlich an den Netzbetreiber geliefert und von diesem (zurück-)geliefert. Der Betrieb einer an das öffentliche Netz angeschlossenen Photovoltaikanlage erfolgt demnach auch insoweit unternehmerisch.

 

Das BMF-Schreiben äußert sich außerdem zur Frage der Bemessungsgrundlage dieser Lieferungen und zum Vorsteuerabzug des Anlagenbetreibers.

 

BMF-Schreiben vom 01.04.2009 (PDF - 3 Seiten - 45 KB)

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3. Aus der Rechtsprechung



Sperrbetrag gemäß § 50c EStG 1997 bei sog. Doppelumwandlungsmodell - Keine verfassungswidrige Rückwirkung - Missbrauchsabwehr durch den Gesetzgeber

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 12. November 2008 I R 77/07 )


Kostentragung durch das FA nach Hauptsacheerledigung im Anschluss an die Entscheidung des BVerfG zur Pendlerpauschale - Erledigungserklärung des dem Verfahren Beigetretenen als sonstigem Beteiligten nicht erforderlich

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 26. Februar 2009 VI R 17/07 )


Rückforderung von Beihilfen - Mineralölsteuerbegünstigung für den Unterglasanbau - Aussetzung der Vollziehung des Rückforderungsbescheids - Würdigung der Rechtmäßigkeit einer Kommissionsentscheidung

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 30. Januar 2009 VII B 180/08 )


Pauschalierung der Lohnsteuer bei Betriebsveranstaltungen - Verfassungskonforme Anwendung des typisierenden Durchschnittssteuersatzes

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 15. Januar 2009 VI R 22/06 )


Anwendbarkeit von § 8b Abs. 7 KStG 2002 auf Holdingunternehmen und Beteiligungsunternehmen als Finanzunternehmen i.S. des KWG - Begriff des Eigenhandelserfolges - Absicht der Erzielung eines kurzfristigen Eigenhandelserfolges

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 14. Januar 2009 I R 36/08 )


Im Veranlagungszeitraum 2002 keine Anwendung der sog. Bruttomethode im Organkreis beim abkommensrechtlichen Schachtelprivileg - Freistellung nach nationalem Recht und nach Abkommensrecht

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 14. Januar 2009 I R 47/08 )


Kein Abzugsausschluss gemäß § 8b Abs. 3 KStG 2002 i.d.F. bis zur Änderung durch das JStG 2008 für Teilwertabschreibungen auf eigenkapitalersetzende Darlehen

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 14. Januar 2009 I R 52/08 )


Verstoß gegen die Niederlassungsfreiheit und Kapitalverkehrsfreiheit durch § 8b Abs. 5 KStG 2002 a.F. - Anwendungsbereich von Grundfreiheiten - Keine Rechtfertigung von Gemeinschaftsrechtsverstößen durch fiskalische Erwägungen - Erfordernis eines Vorabentscheidungsersuchens - Verfassungsmäßigkeit des § 8b Abs. 5 KStG 2002

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 26. November 2008 I R 7/08 )


Streitwert bei Streit über die Grundstücksart "Betriebsgrundstück"

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 19. Februar 2009 II E 1/09 )


Umsatzsteuerbefreiung für Betreuungsleistungen - Entgeltsbeschränkung des § 4 Nr. 18 Satz 1 Buchst. c UStG - Abstandsgebot - Grenzen des Gestaltungsspielraums der Mitgliedstaaten - Unmittelbare Berufung auf Richtlinie 77/388/EWG

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 17. Februar 2009 XI R 67/06 )


Übernahme der Mitgliedsbeiträge zum Deutschen Anwaltverein durch den Arbeitgeber als Arbeitslohn - Eigenbetriebliches Interesse - Revisionsrechtliche Überprüfbarkeit der Gesamtwürdigung der Umstände

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 12. Februar 2009 VI R 32/08 )


Verfall eines Anrechnungsüberhangs nach § 35a EStG verfassungsgemäß - Möglichkeit des Rücktrags oder Vortrags nicht erforderlich - Beschwer durch Steuerfestsetzung von Null

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 29. Januar 2009 VI R 44/08 )


Rechnung i.S. des § 35a Abs. 2 Satz 3 EStG - haushaltsnahe Dienstleistungen - "Haushalt" des Bewohners eines Wohnstifts

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 29. Januar 2009 VI R 28/08 )


Kein ermäßigter Steuersatz bei Geschäftsführungsleistungen und Verwaltungsleistungen eines eingetragenen Vereins für angeschlossene Mitgliedsvereine - Anwendungsbereich des § 68 Nr. 2 Buchst. b AO - Wettbewerb i.S. des § 65 Nr. 3 AO

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 29. Januar 2009 V R 46/06 )


Gewerbesteuerlicher Verlustvortrag bei Wechsel von unmittelbarer zu mittelbarer Beteiligung an einer atypisch stillen Gesellschaft - Wegfall der Unternehmeridentität - Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen anteilige Kürzung des Verlustvortrags - Verlustabzug bei Ausscheiden während des Erhebungszeitraums

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 22. Januar 2009 IV R 90/05 )


Besteuerung der von einem Reiseveranstalter im Rahmen von Pauschalreisepaketen mitverkauften Verpflegung von Hotelgästen im Ausland - Voraussetzung für die Anwendbarkeit des § 25 Abs. 1 Satz 1 UStG

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 15. Januar 2009 V R 9/06 )


Überlassung von Strom als unselbständige Nebenleistung zur steuerfreien langfristigen Vermietung von Stellflächen an Dauercamper - Annahme einer einheitlichen Leistung

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 15. Januar 2009 V R 91/07 )


Umsatzsteuerrechtliche Behandlung der Veräußerung von Strom, der mit einem von einer Privatperson betriebenen Blockheizkraftwerk erzeugt wurde - Beurteilung der Unternehmereigenschaft - Nachhaltige Erzielung von Einnahmen

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 18. Dezember 2008 V R 80/07 )


Erstmalige Bilanzaufstellung für einen "nicht erkannten Gewerbebetrieb" in einem Wirtschaftsjahr nach der Betriebseröffnung - Bilanzenzusammenhang - Bilanzberichtigung - Anteil an einer Grundstücksgesellschaft als Objekt im Sinne der Drei-Objekt-Grenze - Antrag, die Zuziehung des Bevollmächtigten für das Vorverfahren für notwendig zu erklären

Zum Urteil im Volltext (BFH vom 26. November 2008 X R 23/05 )

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4. Neue Fachliteratur



Umsatzsteuer im Binnenmarkt

Ein inländischer Unternehmer, der eine Leistung eines ausländischen Unternehmers erhält, hat nicht in allen Ländern der Europäischen Union die gleichen Pflichten. Und die Frage, ob Mandanten in einem anderen Mitgliedstaat Steuererklärungen abgeben müssen, steht ständig im Raum. Dieses Buch schafft Klarheit! Es bietet Ihnen einen praktisch konkurrenzlosen Gesamtüberblick über das Umsatzsteuerrecht im Europäischen Binnenmarkt.

 

Die praxisnahe Darstellung behandelt die Umsatzbesteuerung von innergemeinschaftlichen Warenbewegungen mit all ihren Problembereichen, z.B. innergemeinschaftlichen Reihen- und Dreiecksgeschäften. Neben den materiell-rechtlichen Regelungen erläutert der Autor auch die Pflichten des Unternehmers bei Aufzeichnungen, Rechnungsstellung und im Rahmen des innergemeinschaftlichen Kontrollverfahrens.

 

6. Auflage. 2009. 660 Seiten. Gebunden, EUR 78,00 ISBN: 978-3-482-45986-3

 

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