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Die Einträge im Lexikon sind veraltet.

Lexikon der Unternehmensführung - Marketing

Validität


Von der Validität oder Gültigkeit eines Messverfahrens kann gesprochen werden, wenn die Übereinstimmung von Messergebnis und Untersuchungsziel gegeben ist, d.h. die Daten das kennzeichnen, was tatsächlich gekennzeichnet bzw. ausgedrückt werden soll. Das Problem tritt umso eher auf, je weniger genau der Untersuchungsgegenstand beschrieben ist. Die Existenz von exakten Messdaten ist kein Kriterium von Validität, sondern täuscht gelegentlich nur eine Genauigkeit vor, die nicht gegeben ist.
Validität gibt an, wie genau ein konkretes Merkmal mit einem bestimmten Messgerät gemessen werden kann. Mit einem Zollstock kann man beispielsweise die Größe eines Gegenstandes bestimmen, nicht aber sein Gewicht. Man unterscheidet dabei zwischen interner und externer Validität.
Die interne Validität bemüht sich um die Ausschaltung von störenden Einflüssen während der Messung, sodass Veränderungen nur durch bewusste Eingriffe bewirkt werden.
Die externe Validität befasst sich mit der Übertragbarkeit der Marktforschungsergebnisse auf andere Außenbedingungen. Dazu gehört beispielsweise, dass die Ergebnisse, die durch die Befragung einer kleinen Gruppe von Hausfrauen gewonnen werden, auf die Grundgesamtheit, die sie repräsentiert (also alle Hausfrauen), hochgerechnet werden.
Möglich ist auch die Übertragung auf andere Bevölkerungsgruppen oder Situationen. Häufig finden diese Beobachtungen als Feldexperiment in der natürlichen Umgebung der Befragten statt. Im Bereich des Marketing gibt die Validität vor allem die Treffsicherheit bei Werbe-, Produkt- oder Packungstests an.
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