Hinweis

Die Einträge im Lexikon sind veraltet.

Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Controllingorganisation


Die wachsende Bedeutung eines durchgängigen, prozessorientierten Controlling, das alle Aufgabenbereiche eines Unternehmens verbindet, für die Sicherung der langfristigen Existenz von Unternehmen ist unbestritten. Die Position eines ausgewiesenen Spezialisten, der ein entsprechendes Konzept entwickelt, in die Organisation einordnet und seine Anwendung steuert, wird zunehmend auch in Betrieben mittlerer Größe und in Non-Profit-Organisationen besetzt.
Die Stelle eines Controllers kann in den organisatorischen Ablauf unterschiedlich eingegliedert werden. Auf jeden Fall aber gilt, dass er ein permanentes und durchgängiges Controlling nur umsetzen kann, wenn möglichst in allen betrieblichen Bereichen dezentrale Controllingaufgaben übernommen werden und ein entsprechendes Bewusstsein bei den Mitarbeitern vorhanden ist.
Das Controlling enthält als Elemente die Aufgaben und Ebenen des Controlling sowie die Controllingorganisation. Die Controllingorganisation ist die Gesamtheit aller Organisationseinheiten, die sich mit Controllingaufgaben beschäftigen.
In der Praxis finden sich zwei Ausprägungen, die sich durch die Einordnung der Position des Controllers in die Organisation des internen Managementprozesses und den Umfang seiner Weisungsbefugnisse unterscheiden:
  • Stellt das Stabscontrolling die organisatorische Variante dar, so verfügt der Controller über keinerlei Weisungsbefugnis. Er ist als Stabsstelle der Unternehmensleitung zugeordnet und unterbreitet dieser seine Vorschläge und Ideen. Er berät die Fachorgane.
  • Wird das Liniencontrolling gewählt, so ist die Position des Controllers als Fachorgan (= Instanz) organisiert und damit besitzt er Weisungsbefugnis. In mittelgroßen Unternehmen ist ein Geschäftsleiter ausschließlich für das Controlling verantwortlich. Die Einordnung des Controlling ist jedoch als Instanz auch in einem anderen Bereich, z.B. als Bereichscontrolling, oder als dem Bereich Finanz- und Rechnungswesen zugeordnete Instanz denkbar.
Praxistipp:
Die Erfahrungen zeigen, dass eine organisatorische Einordnung des Controllers in die Unternehmensleitung eine Erfolg versprechende Variante darstellt. Die Unternehmensleitung verfügt über die Macht, die Initiativen und Aktivitäten des Controllers durchzusetzen. Aus der Zuordnung des Controlling zur Unternehmensleitung wird auch die Bedeutung der Position sichtbar, die ihr von dem Führungsgremium beigemessen wird.
WoltersKluwer