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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Einliniensystem


Ein Einliniensystem ist eine betriebliche Entscheidungsstruktur , bei der eine Organisationseinheit Weisungen ausschließlich von einer übergeordneten Instanz erhält. Die Weisungs- und Kontrollbefugnisse einer Hierarchie stufe in Bezug auf die nächste werden als Linienbeziehungen (Weisungslinien) bezeichnet. Von der Auftragserteilung bis zur Abwicklung wird hier eine Linie verfolgt, die über mehrere Instanzen führt.
Das Grundmodell des Einliniensystems:
Dies dem Verwaltungsbereich entlehnte Modell hat den Vorteil , eindeutige Weisungsbefugnisse und Kompetenzabgrenzungen zu schaffen. Außerdem sind die Informationswege klar geregelt. Durch eindeutige Loyalitätsbeziehungen zu einer übergeordneten Instanz lassen sich Kompetenzstreitigkeiten vermeiden. Nachteilig ist, dass a) leicht eine Überforderung übergeordneter Instanzen auftritt, wenn die Arbeitsteilung zunimmt, und b) lange Informationswege "durch die Instanzen" entstehen.
Organisationen mit Einliniensystem sind auf Grund des letztgenannten Nachteils häufig inflexibel. Eine gewisse Abschwächung dieses Mangels bedeutet die Schaffung von "Fayol-Brücken". Um zwischen Mitarbeitern der gleichen Hierarchiestufe kurzfristig Informationen auszutauschen, kann auch der direkte Weg ( Fayol-Brücken ) genommen werden, ohne die übergeordnete Instanz zu berücksichtigen. Aufträge, Weisungen und wichtige Informationen werden stets per Weisungslinie über den Vorgesetzten erteilt und vermittelt.
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