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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Fertigungsform


Fertigungsform fasst einerseits die räumliche Anordnung der Arbeitsplätze, andererseits auch den organisatorischen Aufbau und Ablauf der Fertigung zusammen . Insofern geht diese Kennzeichnung über das Fertigungsprinzip hinaus. Als Fertigungsformen werden unterschieden
  • die Punktfertigung oder stationäre Fertigung, bei der die Arbeitsvorgänge an einer Stelle erfolgen,
  • die Werkstattfertigung , die durch eine verrichtungsorientierte Anordnung der Betriebsmittel gekennzeichnet ist,
  • die Gruppen-, Insel- oder Zellenfertigung, bei der die funktionell zusammenwirkenden Maschinen und Handarbeitsplätze örtlich zusammengefasst werden und
  • die Linienfertigung mit einer Zweckaufstellung der Betriebsmittel und Arbeitsplätze.
Über den Begriff der Fertigungsform wird die Verbindung zu den Fertigungsarten hergestellt. Die Fertigungsarten können in den meisten Mehrproduktunternehmen in verschiedenen Fertigungsformen organisiert sein. So kann eine Serienfertigung sowohl als Werkstattfertigung als auch als Gruppenfertigung durchgeführt werden.
Voraussetzung für die endgültige Festlegung der Fertigungsform ist ein bestimmter Stand in der Produktionsplanung. Erst, wenn die genauen Arbeitsabläufe und die Anzahl der erforderlichen Fertigungseinrichtungen aus der Produktionsplanung bekannt sind, kann ermittelt werden, welche verschiedenen Teile bei gemeinsamer Bearbeitung genügend Maschinenauslastung für eine wirtschaftliche Fertigung ergeben.
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