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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Flexibilitätsgrad


Der Flexibilitätsgrad stellt neben der Produktivität und dem Automatisierungsgrad eine wesentliche Kennzahl zur Beurteilung von Montagesystemen dar.
Der Flexibilitätsgrad gibt an, über welche Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Anforderungen ein Montagesystem verfügt.
Die sich ändernden Anforderungen können durch das Produkt, das Montageobjekt, den Prozess, die Verrichtung, die Organisation und die Auftragsentwicklung begründet sein. Auch der zeitliche Rahmen, indem solche Änderungen auftreten, kann verschieden sein: kurz-, mittel- oder langfristig.
In Abhängigkeit von den Bestimmungsfaktoren für die Flexibilität lassen sich unterschiedliche Arten von Flexibilität unterscheiden:
  • die Auslegungsflexibilität, die bei der Systemgestaltung festgelegt wird;
  • die Anpassungs- und Änderungsflexibilität bei Auftragswechsel und
  • die Umbauflexibilität bei Produkt- oder Prozessumstellungen.
Flexibilität und Automatisierung sind seit der Anwendung von Montagesystemen mit programmierbaren Handhabungsgeräten (= Montageroboter) keine konkurrierenden Zielstellungen mehr. Diese Art von Montagesystemen ist frei programmierbar und passt sich daher an unterschiedliche Montageaufgaben an.
Diesen Vorteilen stehen aber als Nachteile mindestens der hohe Anschaffungsaufwand und die hohen Qualifizierungsanforderungen an das Personal gegenüber. Dadurch lässt sich Flexibilität nicht immer und ausschließlich durch einen hohen Automatisierungsgrad erreichen.
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