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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Flexible Fertigungszelle


In der betrieblichen Realität findet eine Vielzahl von Produktionssystemen mit unterschiedlichen Merkmalen Anwendung. Die Systematisierung von Produktionssystemen verfolgt das Ziel, die für ein Untersuchungsziel geeigneten Merkmale zu bestimmen und Produktionstypen als vereinfachte Abbilder von Produktionssystemen zu schaffen. Den praxisrelevanten, vorwiegend durch technologieorientierte Merkmale beschriebenen Produktionstypen ist die flexible Fertigungszelle zuzurechnen. Sie ist die kleinste Einheit flexibler Produktionskonzepte bzw. das kleinste autonome Fertigungssystem .
Fertigungszellen bestehen aus modular aufgebauten, automatisch arbeitenden technologischen Einheiten . Die Bestandteile einer Fertigungszelle sind das Bearbeitungs-System, das Materialfluss-System und das Informationsfluss-System .
Das Bearbeitungszentrum mit Werkstück- und Werkzeugspeicher wird durch automatisierte Lösungen für das Messen und Prüfen der Werkstücke, die Werkzeugüberwachung, den Werkzeugwechsel, das Handhaben der Werkstücke, die Diagnose und Fehlererkennung ergänzt. Dadurch gelingt es, eine weit gehend bedienarme Fertigung mit einem Minimum an manuellen Eingriffen in den Bearbeitungsablauf zu schaffen. In diesem Sinne kann die Fertigungszelle als eine hochautomatisierte Bearbeitungsmaschine verstanden werden, die auf der Grundlage einer frei programmierbaren Steuerung eine möglichst komplette Bearbeitung des Werkstücks in einer Aufspannung vornimmt. Mehrere flexible Fertigungszellen können zu einem flexiblen Fertigungssystem ausgebaut werden.
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