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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Flussoptimierung


Bei der Flussoptimierung handelt es sich um eines der Gestaltungsprinzipien in der Fertigungssegmentierung . Das Prinzip der Flussoptimierung ist darauf gerichtet, die Wertschöpfungsaktivitäten stärker auf die unternehmerische Marktleistung auszurichten. Der Wertschöpfungsprozess wird als durchgängige logistische Kette, die sich vom Lieferanten über das eigene Unternehmen bis zum Kunden erstreckt, verstanden. Darin werden die vertikal ausgerichteten Primärfunktionen Beschaffung, Produktion, Vertrieb unmittelbar; Sekundärfunktionen wie z.B. Produktentwicklung, Personalwesen und Controlling mittelbar eingebunden.
Die Orientierung auf die unternehmerische Gesamtleistung bedeutet eine Abkehr von der Überbetonung funktionaler Arbeitsteilung in den klassischen Managementkonzepten ( Taylorismus ). Die Nachteile der bis dahin gültigen Funktionsoptimierung werden durch die Flussoptimierung überwunden, indem sie nicht einzelne Glieder der arbeitsteiligen Kette hervorhebt, sondern die gesamte logistische Kette des Unternehmens betrachtet.
Es wird das Fliessprinzip realisiert, was zu einer prozessorientierten Sichtweise sowohl jeder einzelnen Wertschöpfungsaktivität als auch der gesamten Wertschöpfungskette führt. Eine flussgerechte Optimierung räumlicher, zeitlicher sowie organisatorischer Schnittstellen folgt der Zielsetzung, Material-, Produkt- und Informationsflüsse über Funktionsgrenzen hinweg kundenorientiert und effizient zu gestalten.
Das wesentliche Gestaltungsprinzip der Fertigungssegmentierung stellt die Optimierung des Materialflusses dar. Bei hinreichender Kapazität sauslastung lässt sich damit die kostengünstigste Organisationsform für die Fertigung realisieren. Den Hauptanteil für eine Kostensenkung erbringt die Reduzierung der Durchlaufzeiten infolge verringerter Übergangszeiten zwischen den einzelnen Kapazitätseinheiten. Dadurch können Bestände reduziert werden und die Aufwendungen für die Informationsbeschaffung zur Koordination der betrieblichen Leistungserstellung sinken. Die zentrale Steuerung der Fertigung wird durch Gruppenkonzepte ( Gruppenarbeit ) abgelöst.
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