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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Gruppenarbeitskonzeption


In der Praxis kursieren im Zusammenhang mit dem modernen soziotechnischen Instrument Gruppenarbeit zahlreiche Bezeichnungen des Modells, die sich nicht eindeutig abgrenzen lassen: Gruppenfertigung , Fertigungsinseln , teilautonome Arbeitsgruppen , Qualitätszirkel , Lerngruppen, Lernstatt -Gruppen, Projektgruppen , Innovationsteams, Vorschlagsgruppen, Werkstattzirkel und Wertanalyseteams.
Um die verschiedenen Modelle zu ordnen und zusammenzufassen, lassen sich verschiedene Unterscheidungskriterien ansetzen. Aus der Sicht des Unternehmens als Organisation stellt sich die Frage, ob eine Gruppenarbeitskonzeption
  • Bestandteil der regulären Arbeitsorganisation ist und eine kontinuierliche Mitarbeit der Gruppenmitglieder voraussetzt oder
  • parallel zur bestehenden Arbeitsorganisation eingeführt wird und ihre Mitglieder nur fallweise zusammenarbeiten.
Folgt man diesem Unterscheidungskriterium, dann entstehen drei Konzepte, die in der betrieblichen Praxis und auch in der wissenschaftlichen Diskussion als Prototypen stärkere Beachtung erfahren haben.
  • Qualitätszirkel (QZ) als Beispiel für diskontinuierliche Formen der Gruppenarbeit parallel zur traditionellen Organisationsstruktur;
  • Projektgruppen , in denen eine diskontinuierliche oder kontinuierliche Zusammenarbeit je nach Ausgestaltungsvariante praktiziert werden kann und die zu einer Änderung der traditionellen Organisationsstruktur führen können, und
  • Teilautonome Arbeitsgruppen (TAG) als Beispiel für eine kontinuierliche Gruppenarbeit .
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