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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Kommunikation


Unter Kommunikation kann allgemein ein Austausch von Informationen verstanden werden, der in vielen kooperativen (Arbeits-)Prozessen unerlässlich ist.
Dieser Informationsaustausch kann
  • von Mensch zu Mensch;
  • von Mensch zu Maschine und
  • von Maschine zu Maschine
erfolgen.
Der Informationsgeber wird als Kommunikator oder Sender und der Informationsnehmer wird als Kommunikant oder Empfänger bezeichnet.
Als Arten der betrieblichen Kommunikation trennt man heute die soziale von der technischen Kommunikation. Die soziale Kommunikation ist eine interpersonale Kommunikation, die der gegenseitigen Information von Personen dient. Sie ist häufig mit Interaktion zwischen den Beteiligten verbunden. Soziale Kommunikation findet als
  • verbale Kommunikation, die Informationen auf der Inhaltsebene vermittelt, und
  • nonverbale Kommunikation, die Informationen auf der Beziehungsebene vermittelt,
statt.
Zur verbalen Kommunikation gehören im betrieblichen Alltag insbesondere Besprechungen, Gespräche, Konferenzen, Podiumsdiskussionen und Interviews, deren erfolgreiche Durchführung von den persönlichen dialektischen Fähigkeiten des Kommunikators und seiner Beherrschung entsprechender Techniken abhängt.
Die nonverbale Kommunikation umfasst als vielfältige Ausdrucksformen die Körperbewegungen (Gesten, Mienen, Handlungen und Körperhaltungen), das Sprachverhalten (Sprechpausen, Schweigen, nichtsprachliche Laute wie das Lachen) und auch das Outfit (Kleidung und Schmuck einer Person).
Die technische Kommunikation bezeichnet den Austauschprozess von Informationen zwischen einem Sender und einem Empfänger. Sie basiert im Wesentlichen auf den Erkenntnissen der Kybernetik und Informatik, die in den Betrieben angewandt werden.
Die technische Kommunikation findet statt, indem moderne Informations- und Kommunikationstechnologien, häufig in speziellen Anwendungen, die auf den Betrieb und seine Probleme zugeschnitten sind, eingesetzt werden.
Man unterscheidet häufig in
  • computerbezogene und
  • sonstige technische Kommunikation.
Die computerbezogene technische Kommunikation erfolgt durch den Einsatz von Personalcomputern und Großrechnern als Hardware und auf interne betriebliche Problemlösungen angepasste Software. Zum Austausch von Informationen werden Datenbanken eingesetzt und die einzelnen Personalcomputer miteinander und/oder dem Großrechner vernetzt. Die Vernetzung kann auch den betrieblichen Bereich überschreiten.
Die weiteren modernen Informations- und Kommunikationstechnologien und ihre Instrumente werden dem Bereich der sonstigen technischen Kommunikation zugeordnet. Dazu gehören die Nutzung von Telefon, Telefax, Telex, Telebox, Bildschirmtext, ISDN - und DATEL-Diensten. Der Austausch von Informationen mit externen Partnern steht bei der sonstigen technischen Kommunikation im Vordergrund.
Es sind insbesondere die Kommunikationsprobleme und -störungen, die die Effizienz aller Arten von Kommunikationsprozessen nachteilig beeinflussen. Sie können häufig erst mit Hilfe einer Kommunikationsanalyse identifiziert und behoben werden.
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