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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Moderator


  • Moderatoren unterstützen Gruppenarbeit
    Moderatoren sind Hauptakteure bzw. Verantwortliche in der Durchführung verschiedener Formen der Zusammenarbeit von mehreren Personen innerhalb einer Gruppe .
    In der Gruppenarbeit werden häufig Moderatoren eingesetzt. Dies betrifft die unterschiedlichsten Arten von Problemen, die durch Gruppen bearbeitet werden sollen. Es kann sich um Problemlösungen im Zusammenhang mit der Einführung neuer Technologien, Qualitätszirkel ebenso wie um Ideen für Innovationen handeln, nach denen die Gruppe gemeinsam sucht.
  • Aufgaben des Moderators
    Aufgabe des Moderators ist es, den Mitgliedern der Gruppe die Techniken der Gruppenarbeit zu vermitteln und alle Gruppenmitglieder aktiv in der Diskussion einzubinden. Er übernimmt die Leitung der Gruppensitzung, informiert die Gruppenmitglieder und dokumentiert den Ablauf bzw. die Ergebnisse der Gruppensitzungen. Der Moderator muss sich um eine förderliche Atmosphäre bemühen, die eine offene Gruppenarbeit ermöglicht. Dazu kann er gemeinsam mit der Gruppe bestimmte "Spielregeln" festlegen, die eine sachliche Diskussion fördern, die nicht in eine persönliche Auseinandersetzung übergeht. Der Moderator muss sich neutral verhalten und darf keine inhaltlichen Beiträge zur Diskussion der Gruppe liefern. Er muss sich in der Rolle eines gleichberechtigten Gruppenmitgliedes fühlen.
    Er hält den Kontakt der Gruppe nach außen aufrecht, indem er das Umfeld (Kollegen und Kolleginnen der Gruppenmitglieder, Vorgesetzte) informativ in die Gruppenarbeit einbezieht.
    Die Moderatorenpersönlichkeit bestimmt wesentlich den Erfolg oder Misserfolg der Gruppenarbeit. Nicht jede Person eignet sich als Moderator, besteht doch die wichtigste Forderung an den Moderator darin, seine persönlichen Ansichten und Interessen in den Hintergrund zu stellen. Er verfolgt das Ziel, das Verhalten der Gruppe in Richtung auf die Zielsetzung zu kanalisieren, ohne die Gruppe zu bevormunden oder autoritär zu führen.
    Daher sollen einige typische Verhaltensweisen genannt werden, die ein guter Moderator unbedingt vermeiden muss:
    • Er versucht, die Diskussion in eine von ihm als richtig erachtete Richtung zu steuern.
    • Er beurteilt Beiträge von Gruppenmitgliedern.
    • Er zieht anfallenden Aufgaben an sich, statt ihre Verteilung und Erledigung der Gruppe zu überlassen.
    • Er hält sich in der Gruppensitzung zu lange mit eigenen Ausführungen auf und lässt die Gruppenmitglieder zu wenig zu Wort kommen.
    • Er stellt nicht nur (oder gar keine) offenen Fragen, sondern Suggestiv- oder Alternativfragen.
    Die Überforderung eines Moderators ist in der Regel auf mangelnde Ausbildung zurückzuführen. Das kann vermieden werden, wenn Moderatoren sorgfältig ausgewählt und in Trainingsmaßnahmen geschult werden. Bei diesen Trainingsmaßnahmen für Moderatoren werden primär
    • das Zuhören und Argumentieren,
    • das Umgehen mit Kommunikationsstörungen ,
    • das Diskutieren und Moderieren,
    • das Bewältigen von Konfliktsituationen und
    • der Umgang mit Visualisierungstechniken
    trainiert.
WoltersKluwer