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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Seehafenspedition


Die rechtlichen Grundlagen sind u.a. geregelt in:
  • Handelsgesetzbuch ( § 1 und 407 HGB - Spediteurstatus)
  • Handelsgesetzbuch ( § 484 HGB - Reederstatus)
  • Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen ( § 7 ADSp - Schnittstellenkontrolle)
Im Export-Import-Geschäft hat der Seeverkehr eine überragende wirtschaftliche Bedeutung. Diese Bedeutung nimmt mit wachsender Transportdistanz zu.
Begründet wird dies durch folgende Vorteile:
  • Der Seeverkehr ist eine universelle Transportart. Mit ihm können fast alle Wirtschaftsgüter versandt werden.
  • Bei hohem Transportaufkommen hält sich der Energiebedarf in Grenzen.
  • Trotz spezieller Vorschriften sind die Seeverpackungskosten gering. Das resultiert vor allem aus dem massenhaften Einsatz von standardisierten Behältern (Container).
  • Der Seeverkehr verfügt traditionsgemäß über sehr gute Umschlag- und Lagerplätze (Seehäfen).
Die logistische Kette des Seeversands hat zwei hervorgehobene Schnittstellen : den Versand- und den Empfängerhafen. An diesen Schnittstellen münden alle An- und Ablieferaktivitäten. Die Seehäfen werden in der Regel dieser Schnittstellenfunktion gerecht, indem sie mit möglichst allen anderen Verkehrsarten direkt verbunden sind. Das betrifft vor allem die Verkehrswege Straße, Schiene und Binnenwasserstraße.
Ausreichende Umschlag- und Lagerkapazitäten unterstützen diese Schnittstellenfunktion. Moderne Seehäfen betreiben zusammen mit Lkw-Transport, Schienentransportunternehmen und der Binnenschifffahrt Güterverteilzentren.
Die Spedition ist in der Regel in Export- und Importspedition unterteilt.
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