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Lexikon der Unternehmensführung - Organisation

Verantwortung


Wird von einem Stelleninhaber Verantwortung übernommen, so heißt dies, dass er verpflichtet und gleichzeitig berechtigt ist, innerhalb eines ihm zugedachten Bereichs selbstständig tätig zu sein. Verantwortung bedeutet, dass der Verantwortliche auch für den Erfolg oder Misserfolg seiner Arbeit einsteht . Verantwortung wird einer Person oder Gruppe durch eine übergeordnete Instanz übertragen ( Delegation ). Je höher eine Person in der Hierarchie angesiedelt ist, desto mehr Verantwortung trägt sie i. d. R. Der Geschäftsführung eines Unternehmens kommt damit die höchste Verantwortung zu.
Zu einem Verantwortungsbereich können Aufgaben und Personen gehören. Verantwortung gliedert sich in Eigenverantwortung und Fremdverantwortung . Eigenverantwortung bezieht sich auf das eigene Handeln. Mit Fremdverantwortung ist die Haftung für das Handeln hierarchisch nachgeordneter Mitarbeiter gemeint. Der Vorgesetzte behält die Verantwortung für die von der Stelle ausgeführten Tätigkeiten.
Soll jemand für einen Fehler verantwortlich gemacht werden, ist zu prüfen, ob Kompetenz und Verantwortung des Mitarbeiters der ihm zugewiesenen Aufgabe entsprechen (Kongruenzprinzip). Angenommen, ein Mitarbeiter erhält eine wichtige Aufgabe, die notwendige Kompetenz wurde aber nicht an ihn delegiert, so befindet er sich in dem Dilemma zu entscheiden, ob er seine Aufgabe nicht erfüllen oder seine Kompetenz überschreiten soll.
Gerade in größeren Unternehmen ist es wichtig, dass auch Mitarbeitern auf niedrigeren Hierarchiestufen Verantwortung übertragen wird. Die Unternehmensleitung, die sich alleinig die Verantwortung vorbehielte, wäre restlos überfordert und könnte nicht schnell genug und marktgerecht agieren. Mitarbeiter auf unterstellten Ebenen würden ihre Arbeit auf Grund der eingeschränkten Motivation vernachlässigen.
WoltersKluwer