Wichtiger Hinweis

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Hinweis 19.9 LStH 2009

Ausstellung einer Lohnsteuerkarte bei Tod des Ehegatten
Berechnung des Altersentlastungsbetrags
Berechnung der Freibeträge für Versorgungsbezüge
Erben als Arbeitnehmer
Durch die Zahlung von dem Erblasser zustehenden Arbeitslohn an die Erben oder Hinterbliebenen werden diese steuerlich zu Arbeitnehmern ( § 1 Abs. 1 Satz 2 LStDV ). Sie haben dem Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte, gegebenenfalls für ein zweites Dienstverhältnis, vorzulegen (>BFH vom 29.7.1960 - BStBl III S. 404).
Weiterleitung von Arbeitslohn an Miterben
Beispiel:
Nach dem Tod des Arbeitnehmers A ist an die Hinterbliebenen B, C, D und E ein Sterbegeld von 4.000 EUR zu zahlen. Der Arbeitgeber zahlt den Versorgungsbezug an B im Jahr 2009 aus. Dabei wurde die Lohnsteuer nach den auf der Lohnsteuerkarte des B eingetragenen Merkmalen unter Berücksichtigung der Freibeträge für Versorgungsbezüge von 2.100 EUR (33,6  % von 4.000 EUR = 1.344 EUR zuzüglich 756 EUR ) erhoben. B gibt im Jahr 2010 je 1/4 des Bruttoversorgungsbezugs an C, D und E weiter (insgesamt 3.000 EUR).
Im Jahr 2009 ergeben sich lohnsteuerpflichtige Versorgungsbezüge:
Versorgungsbezüge 4.000 EUR
./. Versorgungsfreibetrag 1.344 EUR
./. Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag 756 EUR
_________
lohnsteuerpflichtige Versorgungsbezüge 1.900 EUR
Durch die Weitergabe im Jahr 2010 verbleibt B ein Anteil an den Versorgungsbezügen von 1.000 EUR. Hierauf entfällt ein Versorgungsfreibetrag in Höhe von 336 EUR (33,6  % von 1.000 EUR) zuzüglich eines Zuschlags zum Versorgungsfreibetrag von 664 EUR (Der B zustehende Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag von 756 EUR wird lediglich in Höhe von 664 EUR berücksichtigt, da er nicht zu negativen Einkünften führen darf), also steuerpflichtige Versorgungsbezüge von 0 EUR. Daher sind bei B in 2010 negative Einnahmen in Höhe von 1.900 EUR anzusetzen.
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